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14.12.2005 |
Deutschland:
Verbraucherpreise 2005 voraussichtlich um + 2,0% gegenüber 2004 gestiegen
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wird sich der
Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2005
voraussichtlich um 2,0% erhöhen. Dies ist die höchste
Jahresteuerungsrate seit 2001 mit ebenfalls + 2,0%. In den Jahren 2004
(+ 1,6%), 2003 (+ 1,1%) und 2002 (+ 1,4%) lag die Rate niedriger.
Im Dezember
2005 wird sich der Preisindex - nach vorliegenden
Ergebnissen aus sechs Bundesländern - gegenüber Dezember 2004
voraussichtlich um 2,1% erhöhen (November 2005: + 2,3%).
Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Veränderung von + 0,8%.
Diese
Entwicklung resultiert aus den saisonbedingt hohen Preissteigerungsraten
für Pauschalreisen und Ferienwohnungen.
Der für
europäische Zwecke berechnete harmonisierte
Verbraucherpreisindex für Deutschland (HVPI) wird sich im
Jahresdurchschnitt 2005 gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2004
voraussichtlich um 1,9% erhöhen.
Im Dezember 2005 wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex gegenüber
Dezember 2004 voraussichtlich um 2,1% steigen. Im Vergleich zum Vormonat
erhöht sich der Index um 1,0%.
Mehr Außenhandel mit Ländern außerhalb der EU im 3.
Quartal 2005
Nach Mitteilung
des Statistischen Bundesamtes stiegen die
Ausfuhren in die Länder außerhalb der EU im dritten Quartal
2005 im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 14,2% auf
76,0 Milliarden Euro. Sie erhöhten sich damit stärker als die
deutschen
Gesamtausfuhren (+ 9,7% auf 197,2 Milliarden Euro). Von den Exporten in
Drittländer sind besonders die Ausfuhren nach Russland (+ 24,3% auf
4,8 Milliarden Euro) und China (+ 23,7% auf 6,2 Milliarden Euro)
gestiegen. Die Ausfuhren nach Nord- und Südamerika legten noch stärker
(+ 13,7% auf 24,0 Milliarden Euro) als die ebenfalls
überdurchschnittlichen Exporte in die Vereinigten Staaten (+ 9,8%
auf
17,7 Milliarden Euro) zu. Dies geht auf überdurchschnittliche
Lieferungen von Kraftfahrzeugen und Maschinen nach Mexiko und Kanada
sowie in geringerem Umfang nach Brasilien zurück. Die Zunahme der
Lieferung deutscher Waren nach Japan war unterdurchschnittlich (+ 1,9%
auf 3,4 Milliarden Euro). Die Versendungen in EU-Mitgliedsländer
sind um
7,1% auf 121,3 Milliarden Euro gestiegen und nahmen somit weniger stark
zu als die deutschen Gesamtausfuhren. In die nicht zur Eurozone
zählenden Länder der EU gingen Waren für insgesamt 39,6
Milliarden Euro
(+ 9,4%), in die Eurozone für 81,7 Milliarden Euro (+ 6,1%).
Die deutschen
Einfuhren insgesamt wiesen im dritten Quartal 2005
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Plus von 9,0%
(auf
156,2 Milliarden Euro) auf. Die Eingänge aus der EU erhöhten
sich
weniger stark (+ 8,1% auf 90,6 Milliarden Euro) als die Gesamteinfuhren.
Die Warensendungen aus der Gruppe der nicht zur Eurozone zählenden
EU-Staaten stiegen um 12,2% (auf 29,8 Milliarden Euro), die aus der
Eurozone um 6,3% (auf 60,8 Milliarden Euro). Die Importe aus
Drittländern erhöhten sich um 10,2% (auf 65,5 Milliarden Euro).
Überdurchschnittlich wuchsen vor allem die Einfuhren aus China (+
23,0%
auf 10,4 Milliarden Euro), Russland (+ 33,8% auf 5,5 Milliarden Euro)
und Afrika (+ 27,6% auf 3,7 Milliarden Euro). Dies betrifft insbesondere
die Erdöl exportierenden Staaten des afrikanischen Kontinents. Weniger
Güter wurden aus Japan (- 1,9% auf 5,1 Milliarden Euro) bezogen.
Die
Einfuhren aus den Vereinigten Staaten (+ 3,9% auf 10,3 Milliarden Euro)
stiegen unterdurchschnittlich.
Importpreise November 2005 um + 5,5% gegenüber November 2004 gestiegen
Der Index
der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des
Statistischen Bundesamtes im November 2005 um 5,5% über dem
Vorjahresstand. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit Dezember
2000 (+ 6,8%). Im Oktober und im September 2005 hatte die
Jahresveränderungsrate + 4,3% beziehungsweise + 5,1% betragen. Der
erneute Anstieg der Jahresveränderungsrate ergab sich trotz fallender
Preise gegenüber Oktober 2005 (- 0,2%), da die im November 2004
beobachteten stärkeren Preisrückgänge nun nicht mehr in
die Berechnung
der Vorjahresrate eingehen (Basiseffekt).
Für
den weiteren Anstieg der Einfuhrpreise im Vorjahresvergleich ist
außerdem - wie schon in den Vormonaten - im Wesentlichen die auf
Grund
gestiegener Weltmarktpreise anhaltende Verteuerung der Energie (+ 40,6%
gegenüber November 2004) verantwortlich. Insbesondere Erdgas, aber
auch
rohes Erdöl und Mineralölerzeugnisse waren dabei die Hauptverursacher.
Für Erdgas mussten die Importeure im November gegenüber dem
Vorjahresmonat 47,0% mehr bezahlen, rohes Erdöl verteuerte sich um
42,9%. Für Mineralölerzeugnisse stiegen die Preise gegenüber
November
2004 um 31,6%. Steinkohle verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen
Preisanstieg um 6,7%. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und
Mineralölerzeugnisse war im November 2005 um 2,5% höher als
im Vorjahr.
Signifikante
Preissteigerungen gegenüber dem Vorjahr wurden außerdem bei
folgenden Gütern festgestellt: Eisenerze (+ 83,0%), Rohkupfer (+
49,8%),
Rohkaffee (+ 34,9%), NE-Metallerze (+ 34,9%) und Kunststoffe in
Primärformen (+ 8,1%). Billiger als vor einem Jahr waren dagegen
unter
anderem elektronische Bauelemente (- 22,5%) und Datenverarbeitungsgeräte
und -einrichtungen (- 17,0%).
Im Vormonatsvergleich
verteuerten sich vor allem Rindfleisch (+ 13,8%
nach + 6,4% im Oktober 2005), Steinkohle (+ 7,8% nach + 4,2% im Oktober
2005), Rohkupfer (+ 6,6% nach + 7,6% im Vormonat) und Rohaluminium
(+ 5,0% nach + 1,4% im Vormonat). Der Preisanstieg für die Einfuhr
von
Erdgas verlangsamte sich im Vormonatsvergleich (+ 3,2% nach + 7,2% im
Oktober und + 4,3% im September 2005) ebenso wie der für Rohkaffee
(+ 2,6% nach + 5,9% im Vormonat). Mineralölerzeugnisse wurden dagegen
im
Vormonatsvergleich deutlich billiger (- 10,4% nach - 3,2% im Oktober und
+ 6,6% im September 2005). Hier fielen insbesondere die Preise für
Motorenbenzin (- 11,4%). Auch die Preise für die Einfuhr von rohem
Erdöl
fielen im Vormonatsvergleich (- 3,8% nach - 2,3% im Oktober 2005 und -
1,5% im September 2005).
Der Index
der Ausfuhrpreise lag im November 2005 um 1,4% höher als im
November 2004. Im Oktober und im September 2005 hatte die
Jahresveränderungsrate jeweils + 1,3% betragen. Gegenüber Oktober
2005
veränderte sich der Ausfuhrpreisindex nicht.
Ein Fünftel der deutschen Ausfuhren sind Kraftfahrzeuge
Nach Mitteilung
des Statistischen Bundesamtes wurden von
Januar bis September 2005 Waren im Wert von 579 Milliarden Euro aus
Deutschland exportiert. Mit einem Anteil von 19,1% sind dabei Kraftwagen
und Kraftwagenteile Deutschlands wichtigstes Exportgut. Auf Rang zwei
und drei der wichtigsten Exportgüter folgen Maschinen (14,3%) und
chemische Erzeugnisse (13,2%). Diese drei Branchen machen 46,6% der
deutschen Ausfuhren aus. Insgesamt nahmen die deutschen Exporte in den
ersten neun Monaten des Jahres 2005 gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum um 7,1% zu. Die Exporte von Kraftwagen und -teilen
stiegen leicht überdurchschnittlich um 7,2%, während sich die
Exporte
von Maschinen (+ 6,0%) und chemischen Erzeugnissen (+ 6,6%)
unterdurchschnittlich erhöhten.
Einfuhrseitig
kamen von Januar bis September 2005 Waren im Wert von 454
Milliarden Euro nach Deutschland. Wichtigste Importgüter waren chemische
Erzeugnisse mit einem Anteil von 11,5% an den deutschen Einfuhren,
Kraftwagen und Kraftwagenteile (10,4%) sowie Erdöl und Erdgas (8,1%).
Die deutschen Importe stiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2005
um 8,0% gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Importe
von
chemischen Erzeugnissen (+ 6,6%) sowie Kraftwagen und -teilen (+ 2,3%)
nahmen unterdurchschnittlich zu. Erdöl- und Erdgasimporte stiegen
auf
Grund der höheren Preise weit überdurchschnittlich um 35,2%
an.
Neue EU-Länder für den deutschen Außenhandel immer
wichtiger
Der Anteil
der im Jahr 2004 der EU beigetretenen mittel- und
osteuropäischen Länder am deutschen Außenhandel hat in
den letzten
Jahren weiter zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt,
gingen 8,4% der deutschen Ausfuhren im Jahr 2004 in die zehn
Beitrittsländer. Im Jahr 2000 waren es noch 7,7% gewesen. Bei den
Einfuhren kamen 9,9% aus den neuen EU-Ländern (8,4% im Jahr 2000).
Für andere EU-Länder hat der Handel mit den Beitrittsländern
geringere
Bedeutung. So gingen 3,4% der Ausfuhren Frankreichs im Jahr 2004 in
diese Länder, das Vereinigte Königreich exportierte 2,4% dorthin;
bei
den Einfuhren dieser beiden Länder betrug der Anteil der Beitrittsländer
jeweils 2,5%. Von den "alten" EU-Ländern (EU 15) hatte
lediglich
Österreich höhere Anteile als Deutschland im Handel mit den
neuen
EU-Ländern aufzuweisen (12,3% bei den Ausfuhren, 11,5% bei den
Einfuhren). Das geringste Gewicht hatten die Beitrittsländer im
Außenhandel von Irland mit einem Anteil von knapp 1% in beiden
Lieferrichtungen.
Die wichtigsten
Handelspartner Deutschlands unter den beigetretenen
Ländern sind Polen und Tschechien. Polen lag in der Rangfolge aller
Partnerländer im Jahr 2004 bei den Ausfuhren auf Platz 11, bei den
Einfuhren auf Platz 14. Tschechien belegte in beiden Lieferrichtungen
Platz 12. Aus Sicht der Länder Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn
und
Slowenien ist Deutschland sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den
Einfuhren weltweit der wichtigste Handelspartner, bei den übrigen
Beitrittsländern (Estland, Lettland, Litauen, Malta und Zypern) rangiert
Deutschland je nach Lieferrichtung zwischen Platz 1 und 5.
THOMAS FINK
25.12.2005, StB, D-statistik, STBA
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14.12.2005 |
Deutschland:
Verbraucherpreise im November 2005 zum Vorjahr um + 2,3% gestiegen
Wie das Statistische
Bundesamt mitteilt, ist der
Verbraucherpreisindex für Deutschland von November 2004 bis November
2005 um 2,3% gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2005
verringerte sich der Index um 0,5%. Im Oktober 2005 hatte die
Jahresveränderungsrate ebenfalls bei + 2,3% gelegen. Die Schätzung
für
November 2005 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde
damit bestätigt.
Mineralölerzeugnisse
wirkten sich im November 2005 - inzwischen den
zwanzigsten Monat in Folge - erhöhend auf die Jahresteuerung aus.
Ohne
Einrechnung von Heizöl und Kraftstoffen hätte die Teuerungsrate
nur bei
1,8% gelegen. Leichtes Heizöl verteuerte sich im Vergleich zum
Vorjahresmonat um 27,0%, für Kraftstoffe waren 8,6% mehr zu zahlen.
Die
Preise für Haushaltsenergie stiegen um 13,9% (darunter Strom: + 4,2%;
Gas: + 15,4%; Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: + 21,1%).
Die
gegenüber Oktober 2005 rückläufigen Preise bei Heizöl
(- 8,7%) und
Kraftstoffen (- 6,6%) hatten einen preisdämpfenden Effekt im
Vormonatsvergleich: Ohne Mineralölprodukte wäre der
Verbraucherpreisindex von Oktober auf November 2005 nur um 0,1%
gesunken, womit der deutliche Rückgang des Index zum Vormonat fast
ausschließlich durch günstigeres Heizöl und Kraftstoffe
bedingt war.
Die Preise
für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke erhöhten sich
gegenüber dem Vorjahr im Schnitt um 1,0%. Während Brot und
Getreideerzeugnisse (- 0,2% zum Vorjahr) sowie Fleisch und Fleischwaren
(+ 0,1%) nahezu preisstabil blieben, verteuerte sich Obst um 6,1%
(darunter Weintrauben: + 26,6%). Die Preisentwicklung bei alkoholfreien
Getränken ist nach wie vor geprägt von den steigenden Kaffeepreisen.
Bohnenkaffee war im November 2005 knapp 21% teurer als im
Vorjahresmonat; allerdings liegt das aktuelle Niveau der Kaffeepreise
nur geringfügig über dem des Jahres 2000. Zum Vormonat Oktober
2005
blieben die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke
insgesamt stabil (+ 0,1%). Auch im Vormonatsvergleich wurde Obst teurer
(+ 2,5%; darunter Weintrauben: + 27,9%), während Gemüse
sich leicht
verbilligte (- 0,9%).
Letztmalig wirkte sich im November 2005 neben der Tabaksteuererhöhung
zum 1. September 2005 auch die Tabaksteuererhöhung zum 1. Dezember
2004
in der Jahresteuerung aus. Die Preise für Tabakwaren stiegen von
November 2004 bis November 2005 um 17,5%. Die teureren Tabakwaren trugen
in Höhe von 0,4 Prozentpunkten zur Gesamtteuerung von 2,3% im November
2005 bei.
Günstiger
als im Vorjahr waren im November 2005 Farbfernseher (- 14,7%),
Foto- und Filmausrüstungen (- 9,5%) sowie
Informationsverarbeitungsgeräte (- 8,6%). Gestiegen sind dagegen
neben
den Pay-TV Gebühren (+ 21,1% zum Vorjahr) die Preise für Fußballtickets
(+ 5,7%) und für Zeitungen und Zeitschriften (+ 3,2%). Auch "sonstige
Gebühren" erhöhten sich - hauptsächlich auf Grund
der Gebührenerhöhung
für die Ausstellung von Reisepässen zum 1. November 2005 - kräftig
um
17,8%.
Der für
europäische Zwecke berechnete harmonisierte
Verbraucherpreisindex für Deutschland hat sich im November 2005
gegenüber November 2004 um 2,3% erhöht. Im Vergleich zum Vormonat
ging
der Index um 0,5% zurück. Die Schätzung vom 25. November 2005
wurde
damit leicht nach unten korrigiert.
Ende September 2005 um -3,3% weniger Beschäftigte im Handwerk
Nach vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
waren Ende September 2005 im zulassungspflichtigen Handwerk 3,3% weniger
Personen tätig als Ende September 2004. Zugleich gingen die Umsätze
der
selbstständigen Handwerksunternehmen in diesen Gewerben im dritten
Quartal 2005 um 0,3% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal
zurück.
Weniger Beschäftigte
gab es in allen sieben Gewerbegruppen des
zulassungspflichtigen Handwerks. Am stärksten vom Personalabbau
betroffen war das Bauhauptgewerbe: Hier waren Ende September dieses
Jahres 5,4% weniger Personen beschäftigt als ein Jahr zuvor. Im
Nahrungsmittelgewerbe wurde mit einem Minus von 0,5% der geringste
Beschäftigtenrückgang beobachtet.
Der Umsatz
war in fünf der sieben Gewerbegruppen im 3. Quartal 2005
niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Den stärksten
Umsatzrückgang gab es mit 2,5% im Bauhauptgewerbe. Ein Umsatzplus
in
Höhe von 1,3% erzielte das Kraftfahrzeuggewerbe, der Umsatz im
Ausbaugewerbe stagnierte.
Bis September 2005 über +4% mehr Güter auf Seeschiffen
In den ersten
neun Monaten des laufenden Jahres hat sich der
Güterumschlag im Seeverkehr um 4,1% erhöht. Nach vorläufigen
Angaben des
Statistischen Bundesamtes betrug die Menge der umgeschlagenen Güter
knapp 211 Millionen Tonnen, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einer
Zunahme um 8,4 Millionen Tonnen entspricht. Verglichen mit der
Entwicklung von Januar bis September 2004 hat sich die Dynamik im
Seeverkehr damit allerdings abgeschwächt: Im Vorjahr lag die Zunahme
in
den ersten neun Monaten noch bei 14 Millionen Tonnen beziehungsweise 7,4
Prozent.
Insgesamt
hat 2005 der Versand in das Ausland mit etwas über 8% am
stärksten zugenommen, gefolgt vom Empfang aus dem Ausland mit gut
2%.
Beim innerdeutschen Verkehr, der allerdings nur etwa 3 Prozent des
gesamten Seegüterverkehrs ausmacht, gab es einen Rückgang von
über 6%.
Halb- und
Fertigerzeugnisse machen mit 69,3 Millionen Tonnen etwa ein
Drittel aller umgeschlagenen Güter aus, haben aber mit einem Plus
von
0,3% gegenüber den ersten neun Monaten des Jahres 2004 nur
unterdurchschnittlich zugenommen. Die mengenmäßig zweitwichtigste
Gütergruppe sind mit 48,1 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse.
Auch
hier liegt die Zunahme mit 1,1% unter dem Durchschnitt im Seeverkehr
insgesamt. Sehr dynamisch hat sich dagegen der Umschlag von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Nahrungs- und Futtermitteln und
chemischen Produkten entwickelt. Bei diesen drei Gütergruppen
betrug die
Zunahme gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres weit über
10%,
bei den landwirtschaftlichen Erzeugnissen sogar knapp 40%.
Abnahmen sind nur bei zwei Güterabteilungen festzustellen:
Der Umschlag von Erzen und Metallabfällen verringerte sich um 4%,
der von festen mineralischen Brennstoffen sogar um 8,5%.
Weiterhin
stark überdurchschnittlich zugenommen hat die Menge der in
Containern transportierten Güter. Hier werden für Januar bis
September
2005 knapp 8,9 Millionen TEU (= Twenty-foot-Equivalent-Unit)
registriert, ein Plus von 12,4%.
Baden-Württemberg
Tourismus im Sommerhalbjahr 2005: Erstmals über 9 Millionen Gäste
in Baden-Württemberg. Anstieg der Übernachtungen um 1,3 Prozent
- Übernachtungszuwächse überwiegen - Aber deutliche Rückgänge
im Kurbereich
Schweiz:
Investitionsschutzabkommen zwischen der Schweiz und Guyana
Heute haben
in Hong Kong am Rande der WTO-Ministerkonferenz
der Minister für Aussenhandel und internationale Zusammenarbeit
von Guyana, Herr Clement Rohee, und Bundesrat Joseph Deiss,
Vorsteher des Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement,
ein Abkommen zwischen der Schweiz und Guyana über die Förderung
und den gegenseitigen Schutz von Investitionen unterzeichnet.
Die zentralen Bestimmungen des Abkommens betreffen die Behandlung
ausländischer Investitionen, den Transfer von Investitionserträgen
und
anderen Zahlungen im Zusammenhang mit Investitionen, die Entschädigung
bei allfälligen Enteignungen sowie die Streitbeilegung.
THOMAS FINK
13.12.2005, StB, D-statistik, STBA
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07.11.2005 |
Deutschland:
Großhandelspreise
Oktober 2005: um + 2,7% getiegen
zum Vergleich gegenüber Oktober 2004
Der Index
der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung
des Statistischen Bundesamtes im Oktober 2005 um 2,7% über dem
Vorjahresstand. Im September beziehungsweise im August 2005 hatten die
Jahresveränderungsraten + 3,6% beziehungsweise + 1,9% betragen.
Besonders
stark stiegen gegenüber Oktober 2004 unter anderem die Preise
im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen
(+ 18,0%). Tabakwaren waren auf Großhandelsebene im Oktober 2005
ebenfalls teurer (+ 14,7%). Dagegen ermäßigten sich im
Vorjahresvergleich die Preise im Großhandel mit Büromaschinen
und
einrichtungen ( 11,2%).
Gegenüber
September 2005 sank der Großhandelspreisindex geringfügig
( 0,1%). Im Vormonatsvergleich fielen die Preise im Großhandel
mit
festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen ( 0,9%), nachdem
sie im
September noch stark angestiegen waren (+ 8,2%). Auch die Preise im
Großhandel mit Fleisch(waren), Geflügel und Wild sanken im
Vormonatsvergleich ( 1,2%). Dagegen erhöhte sich der Preisindex
für den
Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl, NE-Metallen und Halbzeug (+
0,8%).
Auch die Preise im Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
stiegen
gegenüber dem Vormonat wieder an (+ 1,3%), nachdem sie im September
gefallen waren ( 1,2%).
Inlandstourismus im September 2005 gestiegen +2% mehr Gästeübernachtungen
Nach vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
wurden im September 2005 in Deutschland 35,6 Millionen
Gästeübernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder
mehr Betten
und auf Campingplätzen gezählt. Das war ein Plus von 2% gegenüber
dem
entsprechenden Vorjahresmonat. Während die Übernachtungen inländischer
Gäste um knapp 2% auf 30,9 Millionen zunahmen, stieg die Zahl der
Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 4% auf 4,7 Millionen.
Gegenüber
dem August 2005 haben die Übernachtungen nach Kalender- und
Saisonbereinigung um 1% abgenommen.
In den Betrieben
der Hotellerie stiegen die Übernachtungen im September
2005 gegenüber dem September 2004 um 2% auf 21,6 Millionen. Im Sonstigen
Beherbergungsgewerbe, zu dem unter anderem Campingplätze, Ferienhäuser
und
-wohnungen, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime gehören, wurde
ein
Plus von 4% registriert. Dazu haben sicher auch wetterbedingt
insbesondere die Campingplätze mit einem Plus von 10% beigetragen.
Die
Übernachtungen in den Vorsorge- und Rehabilitationskliniken, die
für das
Segment des Kurtourismus stehen, sanken um 2% auf 3,8 Millionen.
Nach wie
vor entwickelt sich der Städtetourismus in Deutschland
besonders günstig. So stiegen die Übernachtungen in den Großstädten
(mit
über 100 000 Einwohnern) mit 6% weiterhin überdurchschnittlich.
In den
übrigen Gemeinden (unter 100 000 Einwohnern) gab es lediglich ein
Plus
von 1% gegenüber dem Vorjahresmonat.
Für
den Zeitraum Januar bis September lag die Zahl der
Gästeübernachtungen mit 272,4 Millionen um 1% über dem
Ergebnis des
entsprechenden Vorjahreszeitraums. Davon entfielen 234,4 Millionen
Übernachtungen auf inländische Gäste (+ 0,5%) und 37,9
Millionen auf
ausländische Gäste (+ 6%).
Deutsche Ausfuhren im September 2005 gestiegen + 12,8% zum September
2004
WIESBADEN
- Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse
mitteilt, wurden im September 2005 von Deutschland Waren im Wert von
69,5 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 54,5 Milliarden
Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im September
2005
um 12,8% und die Einfuhren um 9,8% höher als im September 2004.
Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren
kalender- und saisonbereinigt gegenläufig: Während die Ausfuhren
gegenüber August 2005 um 2,5% stiegen, nahmen die Einfuhren um 1,2%
ab.
Die Außenhandelsbilanz
schloss im September 2005 mit einem Überschuss
von 15,0 Milliarden Euro ab. Im September 2004 hatte der Saldo in der
Außenhandelsbilanz + 11,9 Milliarden Euro betragen. Kalender- und
saisonbereinigt lag im September 2005 der Außenhandelsbilanzüberschuss
bei 14,8 Milliarden Euro.
Unter Berücksichtigung
der Salden für Ergänzungen zum Warenverkehr (
1,3 Milliarden Euro), Dienstleistungen ( 4,2 Milliarden Euro), Erwerbs-
und Vermögenseinkommen (+ 0,8 Milliarden Euro) sowie laufende
Übertragungen ( 2,9 Milliarden Euro) schloss nach vorläufigen
Berechnungen der Deutschen Bundesbank die Leistungsbilanz im September
2005 mit einem Überschuss von 7,4 Milliarden Euro ab. Im September
2004
hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 4,9 Milliarden
Euro ausgewiesen.
In die Mitgliedstaaten
der Europäischen Union wurden im September 2005
Waren im Wert von 43,5 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert
von 34,6 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber September 2004
stiegen die Versendungen in die EU-Länder um 9,8% und die Eingänge
aus
diesen Ländern um 10,4%. In die Länder der Eurozone wurden im
September
2005 Waren im Wert von 29,5 Milliarden Euro (+ 8,2%) geliefert und Waren
im Wert von 23,9 Milliarden Euro (+ 7,3%) aus diesen Ländern bezogen.
In
die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September
2005 Waren im Wert von 14,0 Milliarden Euro (+ 13,3%) geliefert und
Waren im Wert von 10,7 Milliarden Euro (+ 17,9%) von dort bezogen.
In die Länder
außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden
im
September 2005 Waren im Wert von 26,0 Milliarden Euro exportiert und
Waren im Wert von 19,9 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert.
Gegenüber September 2004 stiegen die Exporte in die Drittländer
um 18,3%
und die Importe von dort um 8,9%.
Die Ergebnisse
für das Berichtsjahr 2004 wurden revidiert und sind nun
endgültig.
THOMAS FINK
07.11.2005, StB,
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28.10.2005 |
Deutschland:
Marktgerechter Weinherbst 2005 in Baden-Württemberg
2,6 Millionen Hektoliter Weinmost und gute Qualität im Glas erwartet.
Wie das Statistische Landesamt aufgrund der Meldungen seiner
Weinbausachverständigen von Ende September/Anfang Oktober feststellt,
wird der Wachstumstand der Reben und die Güte der Trauben landesweit
uneingeschränkt als gut beurteilt. Die Einschätzung fällt
allerdings
im Anbaugebiet Württemberg mit einer Begutachtungsziffer von 1,9
(Skala von 1,0 bis 5,0) etwas besser aus als im Anbaugebiet Baden
(Begutachtungsziffer: 2,2).
Die Berichterstatter korrigieren für Württemberg ihre vor Monatsfrist
getroffene Beurteilung damit leicht nach oben, für Baden bleibt sie
unverändert.
Für die Liebhaber badischen und württembergischen Weines bleibt
die Hoffnung auf gute Qualität im Glas bestehen.
Der Mostertrag wird für das Anbaugebiet Baden auf rund 90 Hektoliter
je Hektar (hl/ha; 2004: 90,8 hl/ha) und für das Anbaugebiet Württemberg
auf 110 hl/ha (2004: 115,3 hl/ha) geschätzt, bei wie üblich
ausgeprägten
regionalen und sortenspezifischen Unterschieden.
Die langjährigen Durchschnittserträge 1995/2004 liegen in Baden
mit 80,3 hl/ha und in Württemberg mit 105,8 hl/ha deutlich unter
den
diesjährigen Erträgen.
Bei dem bisherigen Umfang der Ertragsrebfläche entspräche dies
einer
voraussichtlichen Weinmosternte in ganz Baden-Württemberg
von 2,6 Millionen (Mill.) hl (1,15 Mill. hl Weißmost und 1,48 Mill.
hl Rotmost),
wovon voraussichtlich knapp 1,4 Mill. hl auf das Anbaugebiet Baden
(830 000 hl Weiß- und 583 000 hl Rotmost) sowie 1,2 Mill. hl
auf das Anbaugebiet Württemberg (346 000 hl Weiß- und 894 000
hl Rotmost)
entfallen würden.
Weinbestände im Südwesten stiegen 2005 wieder an
Rotweine weiterhin im Trend
Die Weinbestände bei den Erzeuger- und Großhandelsbetrieben
des Landes
stiegen im abgelaufenen Weinwirtschaftsjahr 2004/2005 (Stand 31. Juli)
deutlich an. Nach Berechnungen des Statistischen Landesamtes belaufen
sich die Weinbestandsmeldungen des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg
und der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau
Weinsberg
auf mehr als 2,88 Millionen Hektoliter (hl) und liegen damit um rund 349
700 hl
oder 13,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis.
In der Zunahme dürfte sich vor allem die in 2004 deutlich über
dem langjährigen Mittel
liegende Erntemenge widerspiegeln. Eine positive Bestandsentwicklung weisen
alle
Weinarten auf. Bemerkenswert ist hierbei insbesondere, dass neben dem
Rotweinbestand
erstmals wieder nach mehrjährigem Rückgang auch die Weißwein-
und Schaumwein-
bestände zunahmen. Der Lagerbestand an Rotwein stieg um 276 400 hl
an (18,6 Prozent)
und erreichte mit fast 1,77 Mill. hl einen neuen Höchststand. Demgegenüber
blieb der
Weißweinbestand, trotz der Ausweitung um 52 200 hl (5,7 Prozent),
das zweite Jahr in
Folge unter der Schwelle von 1 Mill. hl (968 600 hl). Zum Vergleich: Vor
einem Jahrzehnt
waren noch weit mehr als 2 Mill. hl Weißwein eingelagert. Die Bestände
an Schaumwein
stiegen zwar um 21 100 hl (16,4 Prozent) auf 150 400 hl an.
Gleichwohl bedeutet dies einen der geringsten Schaumweinbestände
der letzten 20 Jahre.
In der Zusammensetzung der eingelagerten Weinbestände schlägt
sich die anhaltende
Vorliebe für rote Weinsorten nieder. Während in der zweiten
Hälfte der 80er-Jahre noch
fast zwei Drittel des eingelagerten Weinbestandes auf weiße Sorten
entfielen, betrug
der Anteil zum Ende des Weinwirtschaftsjahres 2005 nur noch ein Drittel.
Dagegen ist der Anteil der Rotweinbestände mittlerweile auf über
61 Prozent gestiegen
und lag damit das fünfte Jahr in Folge über dem der Weißweinbestände.
Besonders markant ist die rasche Zunahme des Rotweinanteils: Noch 1998
lag
der Anteil unter einem Drittel. Der Schaumweinanteil bewegt sich mit gut
5 Prozent
u nter dem mehrjährigen Durchschnitt.
Die Weinbestände sind überwiegend bei den heimischen Erzeugern
eingelagert.
Während beim Weiß- (92,3 Prozent) und Rotwein (93,9 Prozent)
die Einlagerung
beim Erzeuger dominiert, ist der Schaumwein zu weit mehr als der Hälfte
(55,7 Prozent)
beim Großhandel eingelagert. Ausländischer Herkunft mit deutlicher
Dominanz
der EU-Länder (gut 84 Prozent) sind knapp 8 Prozent (227 600 hl)
des Gesamt-Weinbestandes.
Die Weine aus dem Ausland sind schwerpunktmäßig im Großhandel
eingelagert
(mehr als drei Viertel) und setzen sich zu beinah 40 Prozent aus Schaumweinen
zusammen.
Absatz von Phosphatdüngern leicht gestiegen
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Wirtschaftsjahr 2004/2005
aus inländischer Produktion oder Einfuhr
1,78 Millionen Tonnen Stickstoffdünger (N),
0,30 Millionen Tonnen Phosphatdünger (P2O5),
0,48 Millionen Tonnen Kalidünger (K2O) und
1,96 Millionen Tonnen Kalkdünger (CaO)
an landwirtschaftliche Absatzorganisationen oder Endverbraucher in Deutschland
abgesetzt.
Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2003/2004 war dies eine Abnahme um
2,7%
bei Stickstoffdüngern, 1,7% bei Kalidüngern und um 6,9% bei
Kalkdüngern.
Beim Phosphatdünger dagegen gab es eine Steigerung um 6,5%, 2003/2004
war hier der Absatz gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr noch
um 13,2% gesunken.
Der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche verringerte
sich von 2003/2004
zu 2004/2005 bei Stickstoffdüngern von 108 auf 105 kg N, bei Kalidüngern
von 29
kgauf 28 kg K2O und bei Kalkdüngern von 116 auf 109 kg CaO. Der Aufwand
erhöhte
sich bei Phosphatdüngern von 17 auf 18 kg P2O5 .
Im Wirtschaftsjahr 2004/2005 wurden die Stickstoffdünger zu 47% als
Kalkammonsalpeter,
zu 15% als Harnstoffdünger und zu 13% als Ammonnitrat-Harnstoff-Lösungen
abgesetzt.
Als Mehrnährstoffdünger kamen Stickstoffdünger lediglich
zu 11% zum Einsatz.
Im Vergleich hierzu wurden Phosphatdünger zu annähernd neun
Zehnteln als Mehrnährstoffdünger
abgegeben; dabei überwogen mit einem Anteil von 40% die Stickstoff-Phosphatdünger.
Kalidünger wurden zur Hälfte (50%) als Kaliumchlorid abgesetzt,
42% entfielen
auf Mehrnährstoffdünger. Kalkdünger wurden zu über
zwei Dritteln (71%)
als Kohlensaurer Kalk verkauft.
Gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2003/2004 wurden bei den Stickstoffdüngern
verhältnismäßig
mehr Kalkammonsalpeter (Anteil um 1 Prozentpunkt gestiegen) und weniger
Harnstoffdünger
(- 2 Prozentpunkte) abgesetzt. Bei den Phosphatdüngern hat sich der
Anteil
von Stickstoff-Phosphatdüngern um 4 Prozentpunkte weiter erhöht.
Die Anteile bei den übrigen Düngerarten haben sich kaum verändert.
tf 28.10.2005,
StL BW, StB,
|
07.10.2005 |
Deutschland:
Neue Deutsche Weinkönigin ist Sylvia Benzinger aus der Pfalz
Die
neue Deutsche Weinkönigin heißt Sylvia Benzinger und kommt
aus der Pfalz.
Ihr Motto lautet: "Wein ist für mich Lebensfreude pur."
Prinzessinen sind: Katharina Jost aus dem Mittelrhein
und Nicol Kochan aus Mosel-Saar-Ruwer.
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg
tf 07.10.2005
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15.09.2005 |
EUROPA:
EU und USA beschließen Weinhandelsabkommen
Kernpunkte
des Weinhandelabkommens sind der Schutz europäischer
Weinbezeichnungen und der Erhalt des größten und wichtigsten
Absatzmarktes der EU für Wein.
Zahlreiche Weinnamen, die derzeit in den USA
als Pseudo-Gattungsbezeichnungen gelten,
wie z.B. Burgunder, Champagner oder Chianti sollen geändert
oder ihre Verwendung eingeschränkt werden.
Die US-Regierung wird dem Kongress hierzu einen Vorschlag vorlegen.
Außerdem werden die USA die EU von ihren neuen
Zertifizierungsvorschriften ausnehmen und gleichzeitig
die wichtigsten Grundsätze der europäischen Etikettierungsvorschriften
anerkennen.
Ferner erklären sich die USA bereit, alle bilateralen Fragen
des Weinhandels durch informelle bilaterale Konsultationen
anstatt durch Streitbeilegungsverfahren zu lösen.
Mariann Fischer
Boel, EU-Kommissarin für Landwirtschaft
und ländliche Entwicklung, begrüßte das Abkommen:
"Ich freue mich, dass wir dieses wichtige Abkommen
nach 20 Jahren immer wieder unterbrochener Verhandlungen
zum Abschluss bringen konnten.
Die USA sind mit einem Importvolumen von etwa 2 Mrd. EUR
allein im Jahr 2004 unser größter Weinabsatzmarkt.
Dieser Vertrag wird die Rechtsunsicherheit beseitigen,
die diesen Handel jahrelang begleitet hat, und den Erzeugern
auf beiden Seiten des Atlantiks zugute kommen.
Der Abschluss dieses ersten Abkommens schafft
die Voraussetzungen für die künftige enge Zusammenarbeit
mit den USA im Weinsektor."
weitere Informationen
Weinhandelsabkommen EU/USA siehe hierzu
tf 15.09.2005;
EU/Brüssel 15.09.2005
|
12.09.2005 |
Deutschland/Baden-Württemberg:
Weinmosternte
2005
Menge wie im Vorjahr, Qualität gut rund 2,7 Millionen Hektoliter
werden in Baden-Württemberg voraussichtlich geerntet
Die Weinbausachverständigen des Statistischen Landesamtes
Baden-Württemberg beurteilten Ende August/Anfang September
den Rebstand im Landesdurchschnitt als gut
(Begutachtungsziffer 2,2; Skala von 1,0 bis 5,0).
Lediglich in den südbadischen Weinbaubereichen Markgräflerland
(2,4)
und Kaiserstuhl (2,3) fallen die Einschätzungen aufgrund der Unwetter
von Ende Juli mit Hagelschlag und Starkregen etwas zurückhaltender
aus.
Der Witterungsverlauf in den zurückliegenden Augustwochen brachte
zwar ausreichend Niederschläge, ließ jedoch in punkto Sonnenschein
einige Wünsche offen.
Dennoch wird die Entwicklung der Trauben in drei von vier Rebanlagen
als gut, in den übrigen als durchschnittlich bezeichnet.
Die ersten Mengenschätzungen des Statistischen Landesamtes signalisieren
zum Stand Ende August für das Anbaugebiet Baden einen möglichen
Mostertrag
von rund 90 Hektoliter je Hektar (hl/ha) und für Württemberg
von ca. 115hl/ha,
bei allerdings ausgeprägten regionalen und sortenspezifischen Unterschieden.
Bei dem bisherigen Umfang der Ertragsrebfläche entspräche dies
einer
voraussichtlichen Weinmosternte im Land von 2,6 bis 2,7 Millionen hl
(1,23 Mill. hl Weiß- und knapp 1,43 Mill. hl Rotmost).
Im Vorjahr waren annähernd 2,7 Mill. hl Weinmost (ohne Abstichverluste
und Selbstbehalt der Erzeugerbetriebe), davon 1,12 Mill. hl Weiß-
und
1,57 Mill. hl Rotmost, geherbstet worden.
Das langjährige Mittel 1995/2004 der Weinmosternte insgesamt im Land
beläuft sich auf 2,4 Mill. hl, davon 1,15 Mill. hl Weiß- und
1,25 Mill. hl Rotmost.
Von der diesjährigen Weinmosternte entfallen nach derzeitigem Stand
voraussichtlich 1,4 Mill. hl auf das Anbaugebiet Baden sowie 1,3 Mill.
hl auf Württemberg.
tf 12.09.2005;
Statistisches Landesamt
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05.09.2005 |
Deutschland:
Gütertransport
per Binnenschiff legte im ersten Halbjahr 3% zu
Im ersten
Halbjahr 2005 nahm die Güterbeförderung in der
Binnenschifffahrt gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
um 3,1%
oder 3,7 Millionen Tonnen zu. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen
Bundesamtes wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres
120,6 Millionen Tonnen Güter auf deutschen Binnenwasserstraßen
befördert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 116,9 Millionen
Tonnen gewesen.
Der Durchgangsverkehr
hat sich mit einem Plus von 7,8% am positivsten
entwickelt, gefolgt vom innerdeutschen Verkehr mit 6,2% und dem Versand
ins Ausland mit einer Zunahme von 3,0%. Aus dem Ausland wurden 0,5% mehr
Güter empfangen.
Differenziert
nach Güterarten zeigen sich im ersten Halbjahr 2005 die
stärksten Zunahmen mit fast 41% bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen
und über 12% bei Eisen und NE-Metallen. Verhältnismäßig
stark zugenommen
hat auch die Beförderungsmenge von chemischen Erzeugnissen mit etwas
über 8% und von anderen Halb- und Fertigerzeugnissen mit 9%. Rückläufig
waren dagegen der Transport von Steinen und Erden mit einem Minus von
6,7% ein Hinweis auf die immer noch sehr schwache Baukonjunktur
und
der Transport von Düngemitteln mit knapp 5% Minus sowie von Erzen
und
Metallabfällen mit etwas über 3% Minus.
Weiterhin
deutliche Zuwächse zeigen sich bei den Containertransporten.
Hier ist im ersten Halbjahr 2005 eine Zunahme von 6,8% zu verzeichnen.
Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ist dies allerdings eine starke
Abschwächung der bei diesem Transportmittel bisher zu verzeichnenden
Dynamik: So hatte im ersten Halbjahr 2004 die Zuwachsrate bei Containern
noch bei knapp 16% gelegen.
tf 05.09.2005;
Statistisches Bundesamt
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02.09.2005 |
Frankreich:
Bordeaux, vereinzelte Weingüter haben mit der Vorlese begonnen
In
Bordeaux haben vereinzelte Weingüter mit der Weinlese weisser Trauben
früher als sonst üblich begonnen.
Der offizielle Weinlesebeginn wird um den 15. September erwartet.
Château Haut-Brion hat Erntehelfer erstmals vorsorglich in die Weinberge
geschickt, um Sauvignon blanc und Semillon zu lesen.
Die sommerliche Dürre und einen" Altweiber-Sommer" im September
lassen
auch hier zu Lande (Deutschland) die frühen Weinsorten gut reifen,
so sind die Sorten
Accalon schon weit in ihrem Reifungsstadium.
Deutschland: Gewerbesteuerhebesätze im Bundesdurchschnitt 2004 leicht
gestiegen
Wie das Statistische
Bundesamt mitteilt, lag der
durchschnittliche Hebesatz für die Gewerbesteuer in Deutschland im
Jahr
2004 bei 388%, das war 1 Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Das
Gewerbesteueraufkommen 2004 betrug 28,5 Milliarden Euro; es ist damit
gegenüber dem Vorjahr um 18,3% gestiegen. Der durch die Gemeinden
festgesetzte Hebesatz entscheidet maßgeblich über die Höhe
der
Realsteuern (Gewerbesteuer, Grundsteuer A und B) in den Gemeinden.
Die niedrigsten
Landesdurchschnitte bei den Gewerbesteuerhebesätzen
hatten im Jahr 2004 Mecklenburg-Vorpommern (307%), Brandenburg (315%)
und Schleswig-Holstein (333%). Unter den Stadtstaaten lag in Hamburg der
Hebesatz mit 470% am höchsten. Nordrhein-Westfalen hatte mit einem
durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 432% den höchsten Wert
unter den Flächenländern vor Sachsen (410%).
Mit Änderung
des Gewerbesteuergesetzes zum 1.1.2004 wurde der Hebesatz
auf 200% festgelegt, wenn kein höherer Hebesatz von der Gemeinde
bestimmt wird. Damit sollten die bisherigen so genannten
Niedrighebesatzgemeinden (Gewerbesteuerhebesatz unter 200%) abgeschafft
werden. Der Spitzenhebesatz der Gewerbesteuer 2004 betrug 900%. Von
sieben Gemeinden wurde ein Hebesatz von 500% oder mehr erhoben.
Bei der Grundsteuer
A, die bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft
erhoben wird, lag der Hebesatz im Jahr 2004 bei durchschnittlich 289%
und damit um 3 Prozentpunkte über dem Wert von 2003. Das Aufkommen
der
Grundsteuer A betrug 2004 insgesamt 0,3 Milliarden Euro (+ 3,2%
gegenüber 2003).
Der durchschnittliche
Hebesatz der Grundsteuer B (für Grundstücke) hat
sich mit 385% für das Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozentpunkte
erhöht. Das Aufkommen der Grundsteuer B lag bei 9,6 Milliarden Euro
und
war um 7,6% höher als 2003.
Einzelhandelsumsatz Juli 2005: Real 3,0% zum Juli 2004
Nach vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
setzte der Einzelhandel in Deutschland im Juli 2005 nominal 2,7% und
real 3,0% weniger um als im Juli 2004. Der Juli 2005 hatte mit 26
Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Juli 2004. Das
vorläufige Ergebnis wurde aus Daten von fünf Bundesländern
berechnet, in
denen 79% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.
Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum
Juni 2005 nominal 0,9% und real 0,6% weniger abgesetzt.
Von Januar
bis Juli 2005 wurde im Einzelhandel nominal 0,8% und real
0,5% mehr umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Im Einzelhandel
mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren lag der
Umsatz im Juli 2005 nominal 4,1% und real 5,0% niedriger als im Juli
2004. In den Lebensmittelgeschäften mit einem breiten Sortiment
(Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte) wurde
nominal 4,4%
und real 5,1% weniger umgesetzt als im Juli 2004, im Facheinzelhandel
mit Lebensmitteln dazu gehören zum Beispiel die Getränkemärkte
und
Fischgeschäfte wurde nominal 1,6% und real 3,3% weniger umgesetzt
als
im Vorjahresmonat.
Im Einzelhandel
mit Nicht-Lebensmitteln (dazu gehört der Einzelhandel
mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern) wurde das Ergebnis des
Vorjahresmonats ebenfalls nicht erreicht (nominal 1,6%, real
1,5%).
Nur der sonstige Facheinzelhandel (zum Beispiel Bücher, Zeitschriften,
Schmuck, Sportartikel) (nominal + 0,3%, real + 2,1%) und der
Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen
Produkten (nominal + 0,5%, real + 1,3%) erzielten nominal und real
höhere Umsätze als im Juli 2004. Der Facheinzelhandel mit
Einrichtungsgenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf nahm
zwar nominal
nicht mehr ein ( 0,5%), real wurde der Umsatz des Vorjahresmonats
jedoch knapp übertroffen (+ 0,2%). Unter den Umsatzwerten des
Vorjahresmonats blieben der Facheinzelhandel mit Textilien, Bekleidung,
Schuhen und Lederwaren (nominal 3,0%, real 1,1%), der sonstige
Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, zu dem die Waren- und
Kaufhäuser gehören (nominal 8,0%, real 6,9%) und
der Versandhandel
(nominal 10,6%, real 9,5%).
Großhandelsumsatz
Juli 2005: Real + 1,2% zum Juli 2004
Nach vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
setzte der Großhandel in Deutschland im Juli 2005 nominal 3,3% und
real
1,2% mehr um als im Juli 2004. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der
Daten wurde nominal 1,8% und real 1,5% mehr als im Juni 2005 abgesetzt.
In den ersten
sieben Monaten des Jahres 2005 erhöhte sich der Umsatz des
Großhandels nominal um 4,7% und real um 2,5% gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Im Juli 2005
erzielten drei Großhandelsbranchen nominal und real höhere
Umsätze als im Vorjahresmonat: der Großhandel mit Maschinen,
Ausrüstungen und Zubehör (nominal + 5,9%, real + 11,2%), der
Großhandel
mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren (nominal +
1,5%, real + 9,3%) und der Großhandel mit Gebrauchs- und
Verbrauchsgütern (nominal + 5,1%, real + 5,2%). Nominale
Umsatzsteigerungen, aber reale Umsatzrückgänge verbuchten der
Großhandel
mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren (nominal + 1,0%, real
0,5%) und der Großhandel mit nicht landwirtschaftlichen Halbwaren,
Altmaterialien und Reststoffen (nominal + 6,8%, real 2,1%). Nominal
und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats blieb der sonstige
Großhandel ohne ausgeprägten Schwerpunkt (nominal 0,1%,
real 1,6%).
tf 02.09.2005;
Statistisches Bundesamt
|
18.08.2005 |
Deutschland:
Inlandstourismus im 1. Halbjahr 2005 um 1% mehr Gästeübernachtungen
Erzeugerpreise Juli 2005 um + 4,6% zum Juli 2004 gestiegen
Nach vorläufigen
Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
wurden im ersten Halbjahr 2005 in Deutschland 152,0 Millionen
Gästeübernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder
mehr Betten
und auf Campingplätzen gezählt. Das war ein Anstieg von knapp
1%
gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während die
Übernachtungen inländischer Gäste mit 131,2 Millionen in
etwa das
Vorjahresniveau erreichten, stieg die Zahl der Übernachtungen von
Gästen
aus dem Ausland um 6% auf 20,8 Millionen.
In den Betrieben
der Hotellerie, dem weitaus größten Teil des
Beherbergungsgewerbes, nahmen die Übernachtungen im ersten Halbjahr
2005
gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 um 2% auf 90,9 Millionen zu. Im
Sonstigen Beherbergungsgewerbe, zu dem unter anderem Ferienhäuser,
-wohnungen, Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime gehören, wurde
dagegen ein Minus von knapp 2% registriert. Bei den Vorsorge- und
Rehabilitationskliniken, die für den Kurtourismus stehen, sanken
die
Übernachtungen um 1%. Im Campingtourismus wurde ein Rückgang
um 3%
festgestellt.
Im Juni 2005 wurden 32,9 Millionen Gästeübernachtungen gezählt,
2%
weniger als im Juni 2004. Davon entfielen 28,5 Millionen auf inländische
Gäste ( 3%) und 4,3 Millionen auf Gäste aus dem Ausland
(+ 8%).
Nach Kalender-
und Saisonbereinigung haben die Übernachtungen im Juni
2005 gegenüber dem Mai 2005 um 0,1% abgenommen.
Erzeugerpreise Juli 2005 um + 4,6% zum Juli 2004 gestiegen
Der Index
der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach
Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juli 2005 um 4,6% höher
als
im Juli 2004. Im Juni 2005 hatte die Jahresveränderungsrate ebenfalls
bei + 4,6% und im Mai 2005 bei + 4,1% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat
ist der Index im Juli 2005 um 0,5% gestiegen.
Für
den weiterhin deutlichen Anstieg der Erzeugerpreise war vor allem
die anhaltende Verteuerung von Energie verantwortlich (+ 2,9% zum
Vormonat beziehungsweise + 16,4% zum Vorjahr). Besonders erhöhten
sich
im Juli die Preise für Strom, sie stiegen gegenüber dem Vormonat
um 4,4%
und gegenüber dem Vorjahr um 11,5%. Die auf dem Weltmarkt stark
gestiegenen Rohölpreise schlugen sich insbesondere in einer spürbaren
Verteuerung der Mineralölerzeugnisse nieder (Juli 2005 gegenüber
Juli
2004 + 16,9% beziehungsweise gegenüber Juni 2005 + 2,4%). Im Einzelnen
ergaben sich im Juli 2005 folgende Preissteigerungen im Vergleich zum
Vorjahresmonat / zum Vormonat: Kraftstoffe + 12,5% / + 2,8% (darunter
Benzin + 7,7% / + 3,7%, Diesel + 18,6% / + 1,9%), leichtes Heizöl
+ 41,1% / + 0,1%, schweres Heizöl + 37,7% / + 12,3%, Flüssiggas
+ 22,3%
/ + 9,0%. Auch bei allen anderen Energiearten lagen die Preise im Juli
2005 meist deutlich über dem Stand vom Juli 2004: Steinkohle + 14,7%,
Erdöl aus inländischer Förderung + 61,1%, Erdgas + 24,2%,
Fernwärme
+ 8,7% sowie Wasser + 1,8%. Ohne Energie wäre der Erzeugerpreisindex
gegenüber dem Vorjahr um 1,4% gestiegen.
Vorleistungsgüter
verteuerten sich binnen Jahresfrist um
durchschnittlich 2,3%, Investitionsgüter um 0,7% und Konsumgüter
um 1,0%.
Bei Stahl
hielt die seit April 2005 zu beobachtende Tendenz leicht
sinkender Preise auch im Juli an. Walzstahl verbilligte sich im Juli
2005 gegenüber Juni um durchschnittlich 3,3%, ist aber immer noch
6,0%
teurer als im Juli des Vorjahres.
Weitere überdurchschnittliche
Preiserhöhungen im Jahresvergleich gab es
im Juli 2005 bei folgenden Gütern:
Behälter aus Eisen oder Stahl (+ 18,8%), Kupfer und Kupferhalbzeug
(+ 17,4%), synthetischer Kautschuk (+ 14,7%), anorganische Grundstoffe
und Chemikalien (+ 13,9%), Kaffee (+ 12,4%), Rohre aus Eisen oder Stahl
(+ 11,3%), Tabakerzeugnisse (+ 11,0%), Stahlgießereierzeugnisse
(+ 10,5%), Polyethylen (+ 8,7%), Maschinen für die Metallerzeugung
(+ 7,5%), Brillen und -gläser (+ 7,4%), Gipserzeugnisse für
den Bau
(+ 6,2%), Rindfleisch (+ 6,0%), Spanplatten (+ 5,7%) sowie
Verpackungsmittel aus Kunststoffen (+ 5,5%).
Billiger
als vor Jahresfrist waren im Juli 2005 unter anderem:
Betonstahl ( 30,3%), Walzdraht ( 23,3%), Elektronische Bauelemente
( 19,6%, darunter elektronisch integrierte Schaltungen 33,3%),
Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen ( 19,1%), Drahtwaren
( 19,1%), nachrichtentechnische Geräte und Einrichtungen (
15,2%),
Futtermittel für Nutztiere ( 14,9%), Wellpapier/-pappe (
6,8%), Mahl-
und Schälmühlenerzeugnisse ( 5,7%) sowie Rundfunk- und
Fernsehgeräte
( 5,5%).
tf 18.08.2005; Statistisches Bundesamt
|
13.07.2005 |
Deutschland:
Auswirkungen einer etwaigen Mehrwertsteuererhöhung auf den
Verbraucherpreisindex
Auf Grund
der öffentlichen Diskussion über eine
Mehrwertsteuererhöhung hat das Statistische Bundesamt eine Vielzahl
von
Anfragen erhalten. Dazu teilt das Statistische Bundesamt mit: Eine
Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozent-Punkte auf 18% würde
die
Teuerungsrate gemessen am Verbraucherpreisindex für Deutschland
um
etwa 0,9 Prozent-Punkte erhöhen. Aktuell liegt die Teuerungsrate
bei
1,9% (Schätzung für Juni 2005 auf Grund der Ergebnisse aus sechs
Bundesländern).
Bei dieser
Berechnung wird unterstellt, dass es beim ermäßigten
Steuersatz von 7% für bestimmte Güter bleibt und auch im Übrigen
die
einschlägigen Regelungen (insbesondere Mehrwertsteuerbefreiungen)
nicht
verändert werden. Weiter wird angenommen, dass eine solche
Mehrwertsteuererhöhung vollständig auf die Verbraucher überwälzt
würde.
Eine mit
einer solchen Mehrwertsteuererhöhung beabsichtigte Finanzierung
einer Ermäßigung der Lohnnebenkosten, zum Beispiel der Beiträge
zur
Arbeitslosenversicherung, würde sich nicht im Verbraucherpreisindex
auswirken, da es sich dabei um Sozialbeiträge und nicht um
Verbrauchsausgaben der privaten Haushalte handelt.
tf 13.07.2005;Statistisches Bundesamt
|
05.07.2005 |
Deutschland/
Baden-Württemberg:Preise für landwirtschaftliche Grundstücke
in Baden Württemberg,
im Landesdurchschnitt mit 18 550 Euro je Hektar Fläche leicht gefallen
Höchste Grundstückspreise mit rund 30 000 Euro je Hektar und
mehr nach wie vor in den Verdichtungsräumen
- Große regionale Unterschiede
Für landwirtschaftliche Grundstücke (ohne Gebäude und ohne
Inventar) in Baden-Württemberg wurde nach
Feststellung des Statistischen Landesamts im Jahr 2004 ein durchschnittlicher
Kaufpreis von 18 550 Euro je Hektar
Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (FdlN) entrichtet. Hierbei
ist zu beachten, dass sich diese Flächendefinition
nicht mit der in der Agrarstatistik üblichen "landwirtschaftlich
genutzten Fläche (LF)" deckt. Die FdlN umfasst im
wesentlichen Acker- und Grünlandflächen, nicht jedoch Rebland
und Flächen der gärtnerischen Nutzung.
Gegenüber dem Vorjahr (knapp 19 100 Euro je ha FdlN) sind die landwirtschaftlichen
Bodenpreise leicht gefallen.
Sie liegen damit aber weiterhin auf dem seit 1993 zu beobachtenden Niveau
von etwa 18 500 Euro bis
knapp 20 000 Euro je ha FdlN. Ende der 80er- sowie Anfang der 90er-Jahre
hatten die Preise noch um
rund 2 000 Euro/ha höher gelegen. Insgesamt wurden 2004 die Preise
von 4 574 Kauffällen ermittelt.
Dabei wechselten landwirtschaftliche Grundstücke mit einer Gesamtfläche
von 4 302 ha FdlN die Besitzer,
also rund 1 ha je Verkaufsfall.
Vor allem in den Stadt- und Landkreisen der Verdichtungsräume, häufig
Gebiete mit besseren natürlichen
Ertragsbedingungen, wurden die höchsten Grundstückspreise erzielt.
Unter den Landkreisen führen Böblingen,
Esslingen und Ludwigsburg mit durchschnittlichen Bodenpreisen von 29 000
bis 38 400 Euro/ha FdlN
die Preisskala an. Beim Bodenseekreis (27 200 Euro/ha FdlN) dürften
die wertschöpfungsstarken Dauerkulturen
indirekt auf den landwirtschaftlichen Bodenmarkt ausstrahlen. Die höheren
Grundstückspreise in den
Stadtkreisen Pforzheim (38 650), Heilbronn (42 900) und Ulm (84 750) sprechen
dafür, dass das Preisniveau
hier stark von den örtlichen Baulandpreisen beeinflusst sein dürfte.
Die hohen Grundstückspreise in
der Landeshauptstadt Stuttgart (223 800), die sich gegenüber dem
Vorjahr (126 700) nahezu verdoppelt haben,
dürften auch eine Folge des Messeneubaus auf den Fildern sein. Am
unteren Ende der Preisskala lagen die eher
ländlichen Gebiete mit meist unterdurchschnittlichen Bodenqualitäten
(Schwarzwald, Schwäbische Alb, Odenwald),
wie die Landkreise Sigmaringen, Freudenstadt, Tuttlingen, Neckar-Odenwald-Kreis
mit Grundstückspreisen
von 9 600 bis 10 400 Euro/ha FdlN.
Neben der regionalen Lage wurden die Kaufpreise wesentlich von der Bodenqualität,
also der natürlichen Ertragsfähigkeit,
bestimmt. Für geringwertigere Böden mit Ertragsmesszahlen (EMZ)
unter 20 (auf einer Skala von 1 bis 100)
wurden durchschnittlich 10 300 Euro/ha FdlN, bei etwas besseren Böden
mit Ertragsmesszahlen zwischen 40 und
50 bereits 16 100 Euro/ha FdlN entrichtet. Für gute bis sehr gute
Böden (EMZ > 70) ergaben sich für die veräußerten
Flächen mit 35 700 Euro/ha FdlN auch die höchsten Preise.
Für größere Grundstücke ab 30 Ar FdlN sind darüber
hinaus Aussagen zu weiteren kaufpreisbestimmenden Faktoren möglich.
So wurde für Ackerland mit 18 200 Euro/ha FdlN im Landesdurchschnitt
ein deutlich höherer durchschnittlicher
Kaufpreis entrichtet als für Grünland (knapp 12 600 Euro/ha
FdlN). Des weiteren zeigt sich eine deutliche
Preisdifferenzierung nach den jeweiligen Erwerbern der Grundstücke:
Nichtlandwirtschaftliche Käufer bezahlten
wesentlich höhere durchschnittliche Grundstückspreise als Haupt-
bzw. Nebenerwerbslandwirte.
Die Preisspanne bewegte sich bei Ackerland von rund 16 900 Euro/ha FdlN
beim Kauf durch Haupterwerbslandwirte
über 17 700 Euro/ha FdlN bei Nebenerwerbslandwirten bis auf 24 750
Euro/ha FdlN bei Nichtlandwirten.
Bei Grünland entsprechend von 11 650 Euro/ha FdlN über 12 200
Euro/ha FdlN bis auf 14 900 Euro/ha FdlN.
Die von Nichtlandwirten bezahlten relativ hohen Preise hängen möglicherweise
damit zusammen, dass hier
längerfristig doch mit Umwandlungen der landwirtschaftlichen Flächen
in andere Nutzungsarten gerechnet wird.
tf 05.07.2005;Statistisches Landesamt BW
|
28.06.2005 |
Deutschland:Edeke
hat neuen Finanzchef Hans-Jörg Schumacher
Neuer Finanzchef von EDEKA, Deutschlands größter Lebensmittelkette,
wird Hans-Jörg Schumacher.
Der 51jährige Wirtschaftsprüfer werde zum 01. Juli das Vorstandressort
Finanzen und Informationstechnologie übernehmen.
Dadurch vergrößert sich die Anzahl der Vorstand von Edeka von
bisher
drei auf jetzt vier Vorstände.
Schumacher leitete bisher das Beteiligungscontrolling der Zentrale.
Vorgänger Gerhard Peter ist nun neben dem Ressort Personalwesen
für Organisation, Risiko- und Vermögensverwaltung zuständig.
Der Aufsichtsrat von Edeka habe zudem Peter Simmel zum
neuen Vorsitzenden berufen. Dieser folgt auf Jörg Hieber, der
altershalber Ausscheide.
tf 28.06.2005;
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27.06.2005 |
Deutschland/Baden-Württemberg:
Wachstumstand der Reben im Land allgemein zufriedenstellend
Wachstumstand der Reben im Land allgemein zufriedenstellend
Der Wachstumstand der heimischen Reben wird derzeit als zufriedenstellend
beurteilt.
Nach einem ersten Gesamtüberblick der amtlichen Weinbausachverständigen
des Statistischen Landesamtes wurde der Wachstumstand der Reben Anfang
Juni im Landesmittel mit der Begutachtungsziffer 2,4
(Bewertungsskala von 1,0 bis 5,0; Zehnjahresdurchschnitt: 2,4; Vorjahr:
2,2) benotet.
Regional fiel die Beurteilung des Rebstandes im Weinbaubereich Bodensee
(2,1)
am optimistischsten aus. In den Weinbaubereichen Kocher-Jagst-Tauber (2,7)
und Tuniberg (2,6) sind die Einschätzungen dagegen deutlich zurückhaltender.
Bedingt durch den lang andauernden Winter und die vergleichsweise niedrigen
Temperaturen Anfang Mai weisen die Reben mancherorts gegenüber den
Vorjahren
allerdings einen Vegetationsrückstand von 10 bis 14 Tagen auf. Landesweit
wird
der Austrieb der Reben in etwas mehr als der Hälfte aller Weinberge
als gut,
in den übrigen bis auf wenige Ausnahmen als zufriedenstellend bezeichnet.
tf 27.06.2005; Statistisches Landesamt BW
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21.05.2005 |
Deutschland:
Inlandstourismus
im 1. Quartal 2005: 6% mehr Gästeübernachtungen
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes
wurden im 1. Quartal 2005 in Deutschland 61,5 Mill. Gästeübernachtungen
in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten und auf Campingplätzen
gezählt. Das war ein Anstieg von 6% gegenüber dem entsprechenden
Vorjahresquartal. Während die Übernachtungen inländischer
Gäste um 5%
auf 52,7 Mill. zunahmen, erhöhte sich die Zahl der Übernachtungen
von
Gästen aus dem Ausland um 8% auf 8,8 Mill.
In den Betrieben
der Hotellerie stiegen die Übernachtungen um 5% auf
38,0 Mill. Mit 13% war der Zuwachs im Bereich des Sonstigen
Beherbergungsgewerbes, zu dem u.a. Ferienhäuser, -wohnungen, Erholungs-,
Ferien- und Schulungsheime gehören, deutlich höher als im Durchschnitt
aller Beherbergungsbetriebe. Einzig bei den Vorsorge- und
Rehabilitationskliniken, die für das Segment des Kurtourismus stehen,
gingen die Übernachtungen um 1% gegenüber dem 1. Quartal 2004
zurück.
Die Zahl
der Gästeübernachtungen im März 2005 lag mit 23,6 Mill.
um 8%
über dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahresmonats. Davon entfielen
20,5 Mill. Übernachtungen auf inländische Gäste (+ 9%)
und 3,1 Mill. auf
ausländische Gäste (+ 1%).
Nach Kalender-
und Saisonbereinigung sind die Übernachtungen gegenüber
dem Februar 2005 unverändert geblieben.
Schwarzfäule Krankheit an Weinreben mit katastrophalen Folgen
Die Schwarzfäule
macht Winzern an der Mosel stark zu schaffen.
In einigen Rebanlagen sind 2004, 100 % der Reben befallen und
bereits die Hälfte der Beeren vernichtet gewesen.
In solchen Weinbergen droht ein Totalausfall der Ernte.
Besonders betroffen ist der Ökoweinbau.
Die Schwarzfäule wird durch den Pilz Guignardia bidwellii verursacht.
1885 wurde er nach Europa eingeschleppt, trat aber bisher nur
in Frankreich und Italien auf.
Ursprünglich ist er in Nordamerika zu Hause.
2002 wurde die Schwarzfäule von Dr. Bernhard Holz
von der Biologischen Bundesanstalt, Bernkastel-Kues,
erstmals an der Mosel nachgewiesen.
Damals trat der Pilz nur in geringem Maße an der Untermosel auf.
Jetzt hat er große Flächen infiziert. "Höchstwahrscheinlich
sind die
nicht mehr bewirtschafteten Weinberge, die Drieschen, die Infektionsquelle",
vermutet Holz. Er ruft daher auf, dort die Reben zu roden.
In der Broschüre der Biologischen Bundesanstalt, Verfasser Bernhard
Holz,
werden Biologie und Bekämpfung beschrieben.
Zurzeit gibt es keine zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen die Schwarzfäule.
Allerdings ist von einigen Pilzbekämpfungsmitteln bekannt, dass sie
die
Schwarzfäule mit erfassen.
Die Faltblätter sind kostenlos und werden gegen Einsendung des Rückportos
als Büchersendung zugeschickt: 1 Exemplar 0,41 Euro, 2-5 Exemplare
0,56 Euro,
bis 50 Exemplare 0,77 Euro.Bestellungen an:
Pressestelle, Biologische Bundesanstalt,
Messeweg 11/12,
38104 Braunschweig.
weitere Erläuterungen siehe Info-Hinweise-Erkennung
bba
tf 21.05.2005; Statistisches Bundesamt
|
09.05.2005 |
Deutschland:
Umsatz im Gastgewerbe März 2005: Real - 2% zum März 2004
Der Umsatz
des Gastgewerbes in Deutschland lag im März 2005
trotz der Osterfeiertage nominal nicht höher (+/- 0%) und real 2%
niedriger als im März 2004. Im Vergleich zum Vormonat Februar ergab
sich
im März 2005 nach Kalender- und Saisonbereinigung ein Umsatzrückgang
von
nominal und real jeweils 2%. In den ersten drei Monaten des Jahres 2005
wurde im Gastgewerbe nominal 1% mehr und real genauso viel wie im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.
Dieses vorläufige
Ergebnis basiert im Wesentlichen auf den
Umsatzmeldungen aus zwei umsatzstarken Bundesländern und den Meldungen
großer, filialisierter Gastgewerbeunternehmen, da die
Gastgewerbestatistik derzeit auf einen neuen Berichtsfirmenkreis
umgestellt wird und für diesen die Ergebnisse noch nicht vollständig
vorliegen.
Nur die Kantinen
und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der
Fluggesellschaften gehören, erzielten im März 2005 eine nominale
Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat von 1%, wenngleich
das
preisbereinigte Ergebnis auch hier negativ war (real - 1%). Das
Gaststättengewerbe setzte nominal genauso viel und real 1% weniger
um
wie im März 2004. Im Beherbergungsgewerbe wurde nominal und real
weniger
als im Vorjahresmonat umgesetzt (nominal - 1%, real - 3%).
tf 09.05.2005; Statistisches Bundesamt
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04.05.2005 |
Deutschland:
Sektkonsum 2004 auf Vorjahresniveau
Wie das
Statistische Bundesamt zum Deutschen Sekt-Tag
am 7. Mai mitteilt, wurden im Jahr 2004 rund 311 Mill. Liter Sekt in
Deutschland abgesetzt, ebenso viel wie im Vorjahr.
Umgerechnet entspricht dies einer Menge von 415 Mill. handelsüblicher
0,75 Liter
Flaschen. Der Sektabsatz wird in Deutschland durch die
Schaumweinsteuerstatistik ermittelt. Sie erfasst alle zu versteuernden
Schaumweinsorten, auch Obst- und Fruchtschaumweine mit einem
Alkoholgehalt von weniger als 6%.
Im Zehnjahresvergleich
zeigt sich ein deutlicher Rückgang beim Absatz
von Sekt. Wurden im Jahr 1995 noch durchschnittlich 50 Gläser (0,1
Liter) je Einwohner mit Sekt gefüllt, waren es zehn Jahre später
im
Schnitt nur noch 38 Gläser Sekt.
Der Inlandsverbrauch
errechnet sich aus dem versteuerten Absatz, in dem
auch die Importe enthalten sind, abzüglich Schaumwein für den
die Steuer
erlassen bzw. erstattet wurde. Exporte sind im Inlandsverbrauch nicht
enthalten.
tf 04.05.2005; Statistisches Bundesamt
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30.04.2005 |
Europa:
EDEKA kooperiert mit ITM und Eroski
EDEKA kooperiert mit ITM und Eroski und werden dadurch
zur größten europäischen Einkaufsmacht.
EDEKA hat mit der Übernahme der Spar-Kette incl. Discounter Netto
ein weiteres Bindeglied zum größten Lebensmitteleinzelhändler
Deutschlands und Europas vollbracht.
Dadurch wird die deutsche Markenindustrie im Lebensmittel-
sektor verstärkt unter Druck geraten, denn mit knapp 28%
Marktanteilen, 8.500 Märkten und einem Außenumsatz
von 24,5 Mrd. € wird wohl kein Produzent an EDEKA vorbei
kommen, wenn er nicht auf rund 1/3 Marktanteile verzichten
kann.
Ein weiterer durchschlagender Erfolg gelang jedoch europaweit,
indem EDEKA mit der ITM und der spanischen Eroski-Gruppe sich
zu einer Vermarktungsgesellschaft Alidis/Agenor zusammen schloss.
Diese Vermarktungsgesellschaft wird einen Gesamtumsatz von 75 Mrd.€
haben und so zur größten Einkaufsmacht Europas aufsteigen.
Der Spielraum der Markenartikelproduzenten wird dadurch immer geringer,
was sich in der Rendite des Produzenten nieder schlagen wird.
Anbieter leicht austauschbarer Produkte sind ernsthaft gefährdet,
ihre Existenz wird wohl weniger sicher sein.
Einzelhändler in Deutschland:
EDEKA-Gruppe (+Spar): ca. 37Mrd. €
REWE-Zentrale AG: ca. 22 Mrd. €
Aldi Gruppe: ca. 18 Mrd. €
Schwarz-Gruppe (Lidl+ Kaufland): ca.17 Mrd. €
Metro AG: ca. 14,5 Mrd. €
Deutschland: Schaumweinsteuer
Die SPD-Regierung unter Finanzminister Eichel
plant eine Änderung des Schaumweinsteuergesetzes.
Bisher hatten Sektkellereien bis zu 70 Tage nach der Abfüllung
Zeit gehabt die Sektsteuer zu zahlen.
Diese Frist soll nun auf 35 Tage verkürzt werden.
Die Sektkellereien müssten dadurch rund 30 Mio. €
in Vorleistung gegenüber dem Finanzministerium treten.
Insolvenz abgewendet: Sektkellerei Kessler Esslingen
Deutschlands älteste Sektkellerei, die Esslinger G. C. Kessler GmbH
& Co. KG
wird von einer Gruppe Privatinvestoren übernommen.
tf 30.04.2005;
|
26.04.2005 |
Schweiz:
Empfehlungen für die Deklaration der Rebsorte Johanniter
Der Inhaber der Marke "Johanniter" und Vertreter der Weinbranche
haben
sich auf Empfehlungen für die Deklaration der Rebsorte "Johanniter"
geeinigt.
Die Empfehlungen stellen sicher, dass das Markenschutzrecht gewahrt wird.
Seit ein paar Jahren wird in der Schweiz die Rebsorte "Johanniter"
angepflanzt.
Das Urteil des Zürcher Handelsgerichts vom 20. April 2004 hat gezeigt,
dass ein Markenrecht verletzen kann, wer den Begriff "Johanniter"
auf seine
Weinetikette druckt.
In einigen Kantonen sind jedoch die Weinbauern verpflichtet, die Rebsorte
auf
der Weinflasche zu deklarieren.
Um künftig Konflikte zwischen sich und anderen Weinbauern zu vermeiden,
hat der Markeninhaber mit Vertretern der Weinbranche unter Vermittlung
des Bundesamtes für Landwirtschaft eine gangbare Lösung gesucht.
Ergebnis dieser Verhandlungen sind Empfehlungen,
wo und wie die Rebsorte "Johanniter" deklariert werden muss,
damit nicht
mit einer Klage des Markenschutzinhabers zu rechnen ist.
Die Empfehlungen werden unter anderen in den Zeitschriften "Obst-
und Weinbau"
und "Revue suisse de viticulture arboriculture horticulture"
publiziert.
Brüssel:
Medaillensegen am Concours Mondial von Brüssel
Schweiz: Schweizer Weinbauern holen 1 grosse Gold-Medaille,
7 Gold- und 29 Silber-Medaillen für die Walliser Weinproduzenten
Erneut hat die hochstehende Qualität der Walliser Weine eine internationale
Jury,
die vom 31. März bis 2. April 2005 tagte, begeistern können.
Weitere Informationen und Ergebnisse anderer Weinproduzenten und Länder
siehe unter Marktinfo
tf 26.04.2005; Bundesamt für Landwirtschaft CH
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08.04.2005 |
Schweiz:Schweizer
Weinmarkt schrumpft weiter
Der Schweizer Weinmarkt schrumpft weiter,
einheimische Produzenten verlieren Marktanteile.
Der Schweizer Weinkonsum ist auch 2004 zurückgegangen,
und zwar mithin noch vor Einführung der neuen Promillegrenze
als Präventionsmassnahme gegen Alkohol am Steuer.
Der Gesamtverbrauch (einschliesslich der Verarbeitungsweine
für die Industrie sowie der Export und Reexport) nahm um 1%
auf 282,8 Mio. l ab, das wäre der vierte Rückgang in Folge.
Vom Gesamtabsatz entfiel +1,7% gestiegener Anteil von 87,4 Mio. l
auf Weissweine, während sich der Rotweinanteil um -2,2% auf 195,4
Mio. l
gesunken ist.
Der Marktanteil ausländischer Gewächse nahmen unterdessen weiter
zu.
Der Absatz ausländischer Rotweine stieg um +1%, jedoch entsprach
ihr
Volumen 72%(Vorjahr 71,1%).
Der Absatz ausländischer Weissweine nahm nochmals stark um +4,3%
zu,
was einen Marktanteil von 34,2%(Vorjahr 33,4%) bedeutet.
Der Absatz einheimischer Weissweine stabilisierte sich bei 57,5 Mio. l
(+0,4%),
während der Absatz bei Rotwein weiter deutlich um 5,2% auf 54,7 Mio.
l geschrumpft ist.
Der Lagerabbau an Weisswein konnte zum Ende des Jahres auf 70,3 Mio. l
abverkauft werden.
Der Lagerbestand bei Rotwein und Roséweinen blieb deutlich hinter
dem Erntevolumen,
so dass die Vorräte auf 68,2 Mio. l zunahmen.
Es ist anhand der bestehenden Lagervorräte ein Preisdruck auf Rotwein
zu erwarten,
sollte der Konsum, in diesem Segment, sich wie im Jahre 2004 weiter entwickeln.
tf 08.04.2005
|
22.03.2005 |
Deutschland:
Baden-Württemberg, Württemberger Weingärtner-Genossenschaften
steigern ihre Martanteile
Die Württemberger Weingärtnergenossenschaften steigern ihre Marktanteile
von 32 % auf 32%.
Erwin Kuhn, Präsident des Württembergischen Genossenschaftsverbandes
(Geno-Verband),
bestätigte gestern in Stuttgart, die steigende Marktanteile der Weingärtnergenossenschaften
von 32% auf 34%. Deutscher Wein verlor im Jahr 2004 rund 4,7% am Markt,
dagegen verkauften
die Württembergische Weingärtnergenossenschaften 84,1 Mio. Liter
mehr auf dem Deutechen Markt,
dass sind rund 1,3%.
Die Württemberger-Marktanteile in Baden-Würettemberg und Bayern
konnten von 32%
auf 34% gesteigert werden.
Die Württemberger konnten ihr Preisniveau behaupten, der Umsatz betrug
277 Mio.€, was eine
Steigerung von 3,9% entspricht.
Der Jahrgang 2004 brachte über 95,7 Mio. Liter in die Württembergische
Keller, das sind drei Viertel
der Ernte in Württemberg. 2003 konnten dagegen nur 66,7 Mio. Liter
in die Keller gebracht werden.
Hohe Erträge im Weinherbst 2004, 2,7 Millionen Hektoliter Weinmost wurden
geerntet.
Große regionale und sortenspezifische Unterschiede – Hoher Anteil zum Ausbau
von Prädikatsweinen geeignet.
Die für den Verkauf bestimmte Menge aus der Baden-Württembergischen Weinmosternte
2004 beläuft sich auf
2,69 Mio. Hektoliter, wovon 1,12 Mill. hl auf Weiß- und 1,57 Mill. hl auf
Rotmost entfallen.
Wie das Statistische Landesamt aufgrund der Angaben zur gemeinschaftlichen
Weinbaukartei feststellt,
wurde der Zehnjahresdurchschnitt 1994/2003 (2,39 Mill. hl) damit um 13 Prozent
und das allerdings stark
unter dem Eindruck der lang anhaltenden Sommertrockenheit stehende Ernteergebnis
von 2003 sogar um
ein Drittel übertroffen. Zur Landesernte trugen die württembergischen Weinbaubereiche
bei einem durchschnittlichen
Ertrag von 115 hl je Hektar (hl/ha) mit 1,29 Mio. hl (1994/2003: 1,16 Miol.
hl) und die badischen Weinbaubereiche
bei einer Flächenleistung im Mittel aller Rebsorten von 91 hl/ha mit 1,40
Mio. hl (1994/2003: 1,23 Mio. hl) bei.
Regional sind bei der Weinmosternte 2004 bemerkenswerte Unterschiede zu
verzeichnen.
Gegenüber dem langjährigen Mittel konnten die Winzer am Bodensee mit 55
000 hl ein beachtliches Plus von über 40%
erzielen.
In den Weinbaubereichen Kocher-Jagst-Tauber (46 000 hl), Tuniberg (105 000
hl), Breisgau (152 000 hl)
und Kaiserstuhl (421 000 hl) liegen die Zuwachsraten zwischen 25 und 20
Prozent.
Um 15 bis 12 Prozent höhere Erntemengen wurden in den Bereichen Badische
Bergstraße (32 000 hl),
Tauberfranken (59 000 hl), Württembergisch Unterland (1,06 Mill. hl) und
Ortenau (233 000 hl) realisiert.
Vergleichsweise bescheiden nehmen sich dagegen mit 9 bzw. 6 Prozent die
Steigerungsraten in den Weinbaubereichen
Kraichgau (97 000 hl) und Remstal-Stuttgart (184 000 hl) aus.
Im Markgräflerland (244 000 hl) verfehlt das Ernteergebnis infolge eines
außergewöhnlich starken Hagelschlages
am 8. Juli letzten Jahres das zehnjährige Mittel sogar um 5 Prozent.
Auch bei den einzelnen Rebsorten bestehen deutliche Unterschiede, wobei
insbesondere die seit etwa 15 Jahren zu
beobachtende Tendenz einer Verlagerung hin zu den Rotgewächsen zulasten
weißer Rebsorten.
Bei dem fast ausschließlich im Markgräflerland beheimateten Gutedel (104
000 hl; -8 Prozent) zeigen sich zudem
die Auswirkungen des Hagels vom 8. Juli. An Weißmosten wurde in Baden (832
000 hl) insgesamt eine Menge
vergleichbar dem langjährigen Mittel erzeugt, wobei neben dem Gutedel der
Müller-Thurgau (360 000 hl; -3 Prozent)
unter dem langjährigen Durchschnitt blieb. Riesling bleibt unverändert bei
100 000 hl,
während die Sorte Ruländer (105 000 hl) derzeit eine Renaissance erlebt
und um knapp 12 Prozent zulegte.
An Rotmosten konnten im Anbaugebiet Baden 565 000 hl, darunter 489 000 hl
Blauer Spätburgunder geherbstet werden.
Gegenüber dem langjährigen Durchschnitt bedeutet dies eine Steigerung um
4/10 bzw. 3/10.
In Württemberg wurde ein Viertel mehr an Rotmosten (1,00 Mill. hl) als im
Mittel der Jahre 1994/2003 eingebracht.
Dabei haben insbesondere Lemberger (174 000 hl; +46 Prozent) und Blauer
Trollinger (403 000 hl; + 23 Prozent)
erhebliche Mengenzuwächse zu verzeichnen.
Bei den Weißmosten im württembergischen Anbaugebiet zeigen die Erntemengen
eine weiter rückläufige Tendenz,
so beim Riesling (179 000 hl) um 15 Prozent, bei Müller-Thurgau und Kerner
(jeweils 38 000 hl) um 29 bzw. 35 Prozent.
Nach den gesetzlichen Regelungen könnten aufgrund der erzielten Ausgangsmostgewichte
in Württemberg 834 000 hl
oder zwei Drittel der Weinmostmenge als Prädikatsweine (Kabinett, Spätlese,
Auslese und dgl.) und die übrigen
Erntemengen als Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (Q. b. A) ausgebaut
werden.
Die Weißweinsorten erreichten Durchschnittsmostgewichte von 84° Oechsle,
die Rotgewächse von 77°Oechsle
(Mittel 1994/2003: 78° bzw. 75° Oechsle).
In Baden sind ebenfalls zwei Drittel (911 000 hl) des Mostertrages zur Herstellung
von Prädikatsweinen, ein Drittel
für die Erzeugung von Q. b. A. – Weinen geeignet. Im Durchschnitt aller
Weißweinsorten wurde in Baden ein
Mostgewicht von 87° Oechsle, bei den Rotweinsorten von 91° Oechsle (Mittel
1994/2003: 80° bzw. 87° Oechsle)
ermittelt.
Absatz der deutschen Sektkellereien 2004 um 3% zurückgegangen
239,8 Mill. Liter Schaumwein haben die 1 375 deutschen Sektkellereien im
vergangenen Jahr abgesetzt.
Das waren 7,5 Mill. Liter oder 3,0% weniger als 2003, wie das Statistische
Bundesamt nach vorläufigen
Ergebnissen mitteilt.
Die Mehrzahl der Sektkellereien sind kleinere Betriebe mit geringer Absatzmenge:
Im Jahr 2004 wurden 94%
des Schaumweins mit 6% und mehr Alkoholgehalt von nur 15 Großbetrieben (Betriebe
mit einem Jahresabsatz
von über 1 Mill. Liter) abgesetzt.
Der Inlandsverbrauch, in den auch importierte Schaumweine eingerechnet und
die Exporte abgezogen wurden,
betrug 2004 rund 312 Mill. Liter, das waren 0,7 Mill. Liter oder 0,2% mehr
als 2003.
tf 23.03.2005, Statistisches Bundesamt, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
|
12.03.2005 |
Deutschland:
ProWein 2005
Die Trends von morgen
Die ProWein in Düsseldorf ist eine feste Größe. Sie ist
die wichtigste Fachmesse
für den Handel und hat sich mittlerweile zur internationalen Drehscheibe
für Trends in
Angebot und Nachfrage von morgen entwickelt.
Keine andere Fachveranstaltung weltweit bietet einen so umfassenden Überblick
über die Weine, Spirituosen und Trends von morgen.
Die Aussteller der ProWein 2005 waren denn auch ein Spiegelbild des globalen
Wein- und Spirituosenmarktes.
Die 13 größten Weinexportnationen wie Italien, Frankreich, Spanien,
Australien, Chile,
USA, Deutschland, Südafrika, Portugal, Moldawien, Ungarn, Kroatien
und Argentinien
waren ebenso vertreten wie die Aufsteiger aus Übersee oder Osteuropa.
Eine
rege Nachfrage bei den Fachleuten verzeichneteten die Wein- und Spirituosenproduzenten
aus Übersee.
Das Interesse des Verbrauchers an den "Neue Welt-Weinen" ist nach
wie vor groß.
Verstärtes Interesse verzeichneten die Wein-Produzenten aus Osteuropa.
Durch die EU Erweiterung, moderne Kellertechniken, Rebsorten, ambitionierte
Weingüter und
konsumorientierter Weinausbau haben die "Eastern Stars" zu attraktiven
Produkten
und Produzenten heranwachsen lassen.
DWI: liebliche Prädikatsweine im Fokus
Die Verkostungszone am Stand des Deutschen Weininstituts (DWI) stand ganz
im Zeichen
der fruchtig-lieblichen bis edelsüßen Prädikatsweine.
Wichtig war dabei das eindeutige Geschmacksprofilen für den
Konsumenten schmack-und riechbar zu machen.
Das Rebsortenspektrum umfasste die Rebsorten Riesling, Rivaner, Weißer
Burgunder,
Grauer Burgunder und Silvaner sowie die Spezialitäten Gewürztraminer
und Muskateller,
vom Kabinett bis zum Eiswein.
Die neue Werbekampagne gab natürlich auch Gesprächstoff sowie
die Fußball WM-Kampagne.
2004-er Jahrgang:
Die ersten Kabinett-Weine kamen auf den Markt, und die ersten Proben des
Jahrgangs 2004
waren auf der ProWein zu kosten.
Sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Erntemenge entwickelte
sich der aktuelle Jahrgang
ganz nach den Wünschen der Winzer und der Konsumenten.
Der Ausnahmejahrgang 2003 kam den Winzern gelegen aber ein gutes "normales"
Jahr
ist für die Winzer besser kalkulierbar was Weinpreise und-Qualität
anbelangt.
Der Druck auf dem deutschen Weinmarkt wird sich weiter verstärken,
auch die "Eastern Stars"
werden ihre Exporte steigern wollen, Österreich hat dies schon um ca.
6% getan, mit Qualität
und am Konsumenten orientierte Wünsche und Geschmäcker.
Es wird sich zeigen wie gut es war, in Deutschland, eine Mengensteigerung
von ca. 21%
gewollt hinzunehmen. Die Preise werden unter Druck geraten, die Kampagne
von Weinbaupräsident
Hohl aus Württemberg wird ein weiteres dazu beitragen, dass die Preise
weiter unter Druck geraten.
Qualität wird auch weiterhin gefragt sein und nicht Masse! Wer eine
solche Kampagne" Landwein für 2€"
in der heutigen Zeit vertritt führt die Winzer in den sicheren Ruin!
Das ist eine Kampagne ohne Strategie!
tf 12.03.2005
|
05.03.2005 |
Deutschland:
Internationaler Wettbewerb
Internationaler Wettbewerb Müller-Thurgau-Preis am Bodensee
Der Verein BodenseeWein schreibt den ersten internationalen Müller-Thurgau-Preis
am Bodensee zusammen mit Alles über Wein, Selection, Vinum;Weingourmet,
Weinwirtschaft, Allgemeinen Hotel-u. Gaststättenzeitung, Südkurier
und
Schwäbischen Zeitung aus.
Die Blindverkostungen erfolgen nach den Regeln des OIV.
Zugelassen sind fünf Kategorien Müller-Thurgau-Wein des Jahrgangs
2004
aus allen Weinanbaugebieten der Welt.
Der Sieger wird am 03.Mai 2005 im Neuen Schloss Meersburg geehrt.
Weitere Infos: Müller-Thurgau-Preis
Italien: Sieger des Internationalen Müller-Thurgau-Weinwettbewerb
im Valle di Cembra Italien
Sieger
der Wettbewerbs, Das Weingut Juliusspital Würzburg gewann eine
Goldmedaille, Weingut Schmitt erreichte zwei Bronzemedaillen.
Es zeigt sich, dass der Deutsche Weisswein, wenn er entsprechend
an- und ausgebaut wird auch in Italien gut ankommt!
Deutschland: Anmeldung am 14. u. 15. März Weine und Sekte zur Landesprämierung
2005 !
Der Weinbauverband Württemberg weist auf die Probetermine für
die
Landesprämierung Wein und Sekt 2005 hin, Anmeldung sind der 14. und
15. März,
Proben an die Geschäftsstelle in Weinsberg abgeben von 8:00-12:00 u.
13:00-17:00 Uhr!
Jahresversammlung des Weinbauverbandes Württemberg e.V am 08.
April 2005 in der Alten
Kelter in Fellbach, um 14:00 Uhr.
Anmeldung zu den Classics- Veranstaltungen in Hamburg, München
und Berlin
für den 16./17. 04 in HH; 22./23. 10 in M; und 19./20. 11 in B;
Anmeldungen können über die Werbegemeinschaft Württembergischer
Weingärtnergenossenschaften erfahren werden.
Anmeldung unter info@wwg.de
oder Tel.: 07141/24460
Das Weinrecht in einer neuen Broschüre des Informationsdienstes
Verbraucherschutz,
Landwirtschaft erschienen..
Weitere Infos und Bestellung unter Weinrecht
Badischer Weinbauverband trennt sich von ihrem Geschäftsführer
Dr. Christoph Löwer.
Frank & Frei kreieren einen Rotling Secco Saignée
Dieser Rotling Secco ist nach dem Saignée-Verfahren hergestellt worden.
R-S-C-S ist die Bezeichnung der angewendeten Verfahren R=Rotling, S=Saignée,
C=Cuvée, S=Secco;
Bingen, Burg Layen, Pieroth-Söhne, Andreas und Johannes steigen
in das Weingeschäft, WIV -Gruppe, ein.
Die Rückkehr der beiden Pieroth-Söhne in das Weingeschäft
und den Weindirektvermarkter.
Es wird ein Trio an der Spitze der WIV geben, neben Andreas, Johannes wird
für die Önologie und
Produktion Herbert Rasenberger zuständig sein.
tf 05.03.2005
|
28.02.2005 |
Deutschland:
8. VINISSIMA im Haus der Wirtschaft Stuttgart
Am Sonntag 27.02.2005 fand im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
das 8. VINISSIMA Forum mit Symposiumsdiskussion statt.
Anliegen von VINISSIMA ist es mit den Weinbauregionen der
Welt und mit den Winzerinnen, Weinmacherinnen und Weinver-
käuferinnen einen intensiven Austausch zu pflegen.
Es wurde kontrovers diskutiert, wie was soll auf einem Etikett
vorne draufstehen, was kann der Verbrauche wirklich mit den
Informationen anfangen, wird der Verbrauchen überfordert.
Soll die Qualitätsbezeichnung wie Prädikat auf dem Etikett
stehen. Es wurden auch Weine zur Verkostung dargereicht
und besprochen.
Das Interesse der Frauen an VINISSIMA ist ungebrochen
und durch hochkarätige Gäste, wie Dr. Bäder aus der
Staatlichen Versuchsanstalt Weinsberg immer wieder
gegeben und gesichert.
Weitere Info's zu VINISSIMA und ihren internationalen
Dachverband finden Sie unter VINISSIMA/International
Associated Women in Wine;
tf 28.02.2005
|
23.02.2005 |
Deutschland:
Otto geht mit Microsoft eine strategische eCommerce-Partnerschaft für Europa
ein
Otto und Microsoft geht eine strategische eCommerce-Partnerschaft ein
und will dadurch Maßstäbe setzen: Die "Shopping Experience der Zukunft"
so einfach und bequem wie möglich einkaufen, für jedermann und zu jeder
Zeit
ohne technische Hürden. Die Otto
Group und Microsoft
haben eine strategische eCommerce-Partnerschaft für Europa vereinbart.
Ziel ist die gemeinsame Entwicklung multiplattformfähiger Lösungen
für das digitale Shopping auf der Grundlage von Microsofts heutiger
und zukünftiger Windows Technologie.
Im Mittelpunkt dieser Partnerschaft steht das Ziel, digitales Shopping
auf allen technischen Plattformen - vom Internet über mobile Lösungen
bis hin zum TV - zu ermöglichen.
Vorgestellt wird das gemeinsame Angebot auf der diesjährigen CeBIT und der
IFA.
Schweiz: Exportförderung für die Jahre 2006 und 2007
In seiner Sitzung hat der Schweizer Bundesrat vom Evaluationsbericht zur
Exportförderung
der Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) Kenntnis genommen und seine Stellungnahme
dazu abgegeben.
Überdies verabschiedete er den Entwurf des Bundesbeschlusses und die Botschaft
über die Finanzierung der Exportförderung für die Jahre 2006 und 2007.
Für die beantragte Finanzierungsperiode gilt es, den vom Eidgenössischen
Volkswirtschaftsdepartement (EVD) seit 2004 eingeschlagenen Weg
weiter zu verfolgen und die auch von der EFK in ihrem Evaluationsbericht
aufgezeigten Ziele zu erreichen.
Auf der Grundlage des Exportförderungsgesetzes vom 6. Oktober 2000
unterstützt Osec Business Network Switzerland (Osec)
schweizerische und liechtensteinische Unternehmen, insbesondere KMU,
bei der Wahrnehmung bestehender und beim Aufbau neuer Exporttätigkeiten
im Ausland.
Ihr Dienstleistungsangebot umfasst die allgemeine Informationsvermittlung
über Märkte, Branchen und aussenwirtschaftlich relevante Themen,
die Erstberatung bei Fragen rund um den Export sowie Marketingunterstützung
im Ausland (Messebeteiligungen).
Der Schweizer Bundesrat beantragt für die Weiterführung der Exportförderung
einen Zahlungsrahmen von insgesamt 34 Millionen Franken für die Jahre 2006
und 2007.
Dies entspricht den heute zur Verfügung stehenden Mitteln gemäss Bundesbeschluss
vom 25. September 2003 über die Finanzierung der Exportförderung für die
Jahre 2004 und 2005.
Im erwähnten Bundesbeschluss wurde der Schweizer Bundesrat gleichzeitig
beauftragt,
eine Evaluation der Exportförderung durchzuführen.
Die Koordination zwischen den zahlreichen staatlichen, halbstaatlichen und
privaten
Organisationen bleibe indessen die Hauptschwäche des heutigen Systems.
Fünf Empfehlungen, um die Exportförderung mit den vorhandenen Mitteln
wirkungsvoller zu machen:
· Die Anzahl der öffentlichen oder stark subventionierten Institutionen
sei zu verkleinern.
· Die komplizierten Unterstellungsverhältnisse seien zu vereinfachen und
die Kostentransparenz zu erhöhen.
· Die Dienstleistungen seien zu bündeln.
· Das Subsidiaritätsprinzip sei klar zu umschreiben und entsprechend anzuwenden.
· Die Aufsicht über die Exportförderungsorganisation sei zu verstärken.
Ziele dieser Empfehlungen sind die Nutzung weiterer Synergiepotenziale in
der
Export- und Aussenwirtschaftsförderung, Synergien in der Führung und Kontrolle
des Aussennetzes, die optimale Nutzung aller auf dem Markt angebotenen
Exportförderungsdienstleistungen, die Einhaltung des gesetzlich vorgegebenen
Subsidiaritätsprinzips sowie die Erhöhung des Kundennutzens.
Quelle: ecin, Schweizer Eidgenossenschaft
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17.02.2005 |
Deutschland:
52. Weinbautagung 2005 in Weinsberg
Die 52. Weinbautagung in Weinsberg, am 16./17.02.2005,
wurden von Frau Schmitt Regierungspräsidiu |