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Archiv-Pressemitteilungen: 2003; 2004; 2005; 2006; 2007; 2008;
Financal Times: Neue Zürcher Ztg.


 
  Happy New Year 2007  
29.12.2006 Deutschland: Einfuhren aus China steigen weiter kräftig


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden in den
ersten neun Monaten 2006 Waren im Wert von 34,4 Milliarden Euro aus der
Volksrepublik China nach Deutschland eingeführt. Gegenüber Januar bis
September 2005 haben sich die Einfuhren aus dem Reich der Mitte somit um
19,7% erhöht. Eingeführt wurden insbesondere Geräte der
Nachrichtentechnik, Rundfunk- und Fernsehgeräte und elektronische
Bauelemente (7,4 Milliarden Euro) sowie Büromaschinen und
Datenverarbeitungsgeräte (6,7 Milliarden Euro). Eine bedeutende Rolle
bei den Einfuhren aus der Volksrepublik China spielt außerdem die
Bekleidung: Hier erreichten die Importe von Januar bis September 2006
einen Wert von 3,2 Milliarden Euro.

Mit 19,4 Milliarden Euro lagen die deutschen Ausfuhren nach China im
gleichen Zeitraum deutlich unter den Einfuhren. Allerdings wuchsen die
Ausfuhren mit 23,9% etwas stärker als die Einfuhren. Die wichtigsten
Exportgüter waren Maschinen (5,8 Milliarden Euro) sowie Kraftwagen und
Kraftwagenteile (2,9 Milliarden Euro).

In der Rangfolge der Außenhandelspartner liegt China einfuhrseitig nach
Frankreich, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten auf dem vierten
Platz. 6,4% der deutschen Gesamtimporte kamen in den ersten drei
Quartalen 2006 aus China. Bei den Ausfuhren steht die Volksrepublik auf
Platz 11 (3,0% der deutschen Gesamtausfuhren).

Deutschland hat in den letzten Jahren mehr Waren aus der Volksrepublik
bezogen als dorthin ausgeführt; der Handelsbilanzsaldo fiel somit stets
negativ aus. Seit dem Jahr 2004 liegt er sogar im zweistelligen
Milliardenbereich. Im Zeitraum Januar bis September 2006 belief sich das
Handelsbilanzdefizit auf 15,0 Milliarden Euro.


Quelle:Statist. BA

 
21.12.2006 Ausfuhren nach Rumänien und Bulgarien deutlich gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt zum Beitritt von Rumänien
und Bulgarien zur Europäischen Union am 1. Januar 2007 mitteilt, stiegen
die Ausfuhren aus Deutschland nach Rumänien im dritten Quartal 2006 im
Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 33,2% auf 1,9
Milliarden Euro und nach Bulgarien um 18,6% auf 0,6 Milliarden Euro.

Insgesamt wuchsen die deutschen Ausfuhren im dritten Quartal 2006 um
12,5% auf 221,9 Milliarden Euro. Die Versendungen in EU-Mitgliedsländer
stiegen um 11,9% auf 135,6 Milliarden Euro. Die Exporte in die zehn
neuen Mitgliedsländer der EU - die zum 1. Mai 2004 beitraten - erhöhten
sich im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,4% auf
21,2 Milliarden Euro. In die nicht zur Eurozone zählenden Länder der EU
gingen Waren für insgesamt 45,8 Milliarden Euro (+ 15,8%), in die
Eurozone für 89,9 Milliarden Euro (+ 9,9%). Die Exporte in Länder
außerhalb der EU erhöhten sich um 13,6% auf 86,2 Milliarden Euro.

Die deutschen Einfuhren wiesen im dritten Quartal 2006 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum ein Plus von 16,2% (auf 181,8 Milliarden Euro) auf.
Die Eingänge aus der EU-25 erhöhten sich weniger stark (+ 14,3% auf
103,0 Milliarden Euro). Die Warensendungen aus der Eurozone stiegen um
14,4% auf 68,9 Milliarden Euro, aus der Gruppe der nicht zur Eurozone
zählenden EU-Staaten um 14,0% auf 34,1 Milliarden Euro. Die Importe aus
den zehn neuen Mitgliedsländern stiegen um 20,2% (auf 18,1 Milliarden
Euro), wobei vor allem die Einfuhren aus Polen (+ 29,2% auf
5,3 Milliarden Euro) und Tschechien (+ 25,7% auf 5,4 Milliarden Euro)
deutlich zunahmen. Die Importe aus Drittländern erhöhten sich um 18,8%
auf 78,8 Milliarden Euro. Überdurchschnittlich wuchsen - bedingt durch
die Steigerung der Einfuhrpreise bei Erdöl und Erdgas - vor allem die
Einfuhren aus Norwegen (+ 36,1% auf 5,2 Milliarden Euro) und Russland
(+35,9% auf 7,6 Milliarden Euro). Auch die Einfuhren aus den Vereinigten
Staaten (+ 17,0% auf 12,1 Milliarden Euro) nahmen etwas stärker zu als
die Gesamteinfuhren. Weniger stark stiegen die Einfuhren aus Japan
(+11,3% auf 5,8 Milliarden Euro).

Exportrekord für australische Weine
Das Exportvolumen der australischen Weinwirtschaft ereichte im
Zwölf-Monats-Vergleich Ende November 06 dieses Jahres einen neuen Rekordstand.
Wie die Australian Wine and Brandy Corporation (AWBC) berichtet,
wurden in diesem Zeitraum 749 Milllionen Liter ausgeführt. Der Export wächst
damit weiterhin mit acht bis zehn Prozent pro Jahr. Australien ist der fünftgrösste
Weinerzeuger der der Welt hinter Frankreich, Italien, Spanien und den USA.
Im Export ist Australien weltweit derzeit die Nummer vier.
Über 100 Länder der Erde importieren Wein aus Australien. In Grossbritannien,
Irland und Neuseeland stehen australische Weine an der Spitze der Importstatistik.
Im vergangnen Jahr sind vor allem die Exporte nach Dänemark, Schweden und
Irland gestiegen. Aber auch aus Russland, Asien und Osteuropa meldet
die AWBC grosse Zuwächse.

Stern steigt ins Weingeschäft ein
Nachdem Die ZEIT, das Handelsblatt und die Süddeutsche Zeitung ins Weingeschäft
einstiegen, steigt jetzt auch der Stern gross ins Weingeschäft ein und zwar in Form
einer "Weinschule". Vom 5. Januar 2007 an bringt das Magazin nach eigener
Darstellung 24 Wochen lang einen redaktionellen Überblick über die Weinanbaugebiete
Europas, Rebsorten und Weinherstellungsverfahren. Parallel zur Serie bietet der Stern
die im Heft besprochenen Weine als Bestellpaket an. Der Stern kooperiert dabei mit dem
Hamburger Weinversandhandel Gerd Rindchen sowie mit den beiden Weinautoren Fabian
und Cornelius Lange verzichtet aber auf eine finanzielle Beteiligung am Verkaufserlös.
Die 24 Flaschen Wein der Stern-Weinschule gibt es für 149 Euro frei Haus. Ausserhalb
der Weinschule kosten diese Weine zusammen 209,30 Euro zuzüglich der Versandkosten.
Das Vorab Schnupperpaket wurde nach Informationen des Weinreporters insgesamt 6.500
mal bestellt. In der ersten Woche haben sich rund 2.000 Interessenten für
die Weinschule registriert.

Winzergenossenschaft Durbach schreibt positive Umsatzsteigerung
Trotz schwieriger allgemeiner wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte die
Durbacher Winzergenossenschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ihren Gesamtnettoumsatz
steigern. und mit 10,1 Millionen Euro ein leichtes Plus zu verzeichnen.
Der Gesamtdurchschnittserlös über alle Sorten beträgt 4,45 Euro pro Liter zuzüglich Mehrwertsteuer.
So können sich die Durbacher Winzer freuen. Ihre Traubengeldauszahlung liegt weiter deutlich über
dem durchschnittlichen Auszahlungsschnitt in Baden und der Ortenau. Direktor Konrad Geppert
legte im Rahmen der Generalversammlung diese positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2005/06 vor.
Das Geschäftsjahr, welches zum 30. Juni geendet hat, sei vor allem geprägt gewesen von
Kaufzurückhaltung, insbesondere bei den Privatkunden. So gingen die Zahlen im Barverkauf
und in den Direktmarketing-Lägern leicht zurück. Für den Barverkauf signalisierte Geppert
allerdings bereits wieder einen "tollen Trend im laufenden Geschäftsjahr." Die wichtigsten
Abnehmergruppen sind der Fachhandel, der Endverbraucher, der klassische regionale
Lebensmitteleinzelhandel sowie die Gastronomie. Auch in den Durbacher Gastronomiebetrieben
ist der Anteil heimischen Weins um 3,6 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 2,4 Millionen
Liter Wein verkauft.
Die 270 Genossenschaftswinzer bewirtschaften derzeit eine Ertragsrebfläche von rund 335 Hektar.
Bei der Sortenstruktur im Anbau dominiert mit rund 50 Prozent der Spätburgunder Rotwein,
gefolgt von der Riesling-Spezialität Klingelberger mit 24,5 Prozent Anteil. Absolut im Trend
liegen nach wie vor trockene Weine. Sie haben über alle Sorten einen Anteil von 60 Prozent.
Am meisten werden immer noch Literflaschen verkauft, immerhin 55 Prozent.
Der Anteil der 0,75 und 0,25-Liter-Flaschen liegt bei 45 Prozent.



Quelle: Stat.-Bundesamt, AWBC,

 
20.11.2006

Deutschland: Aus Italien, Südafrika und Australien wird mehr Wein importiert

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die
Weinimporte nach Deutschland im Jahr 2005 knapp unter dem Niveau des
Jahres 2004. Im vergangenen Jahr wurden nach endgültigen Ergebnissen der
Außenhandelsstatistik 1,2 Milliarden Liter Wein im Gesamtwert von 1,5
Milliarden Euro eingeführt. Damit wurde die Importmenge aus 2004 um 13
Millionen Liter (- 1,1%) und der Einfuhrwert um 18 Millionen Euro
(-1,2%) verfehlt.


Die wichtigsten Herkunftsländer der Weine waren im Jahr 2005 Italien
(463 Millionen Liter im Wert von 516 Millionen Euro), das damit die
Einfuhrmenge gegenüber dem Vorjahr um 13,3% steigern konnte, gefolgt von
Frankreich (212 Millionen Liter im Wert von 380 Millionen Euro; - 5,8%)
und Spanien (180 Millionen Liter im Wert von 185 Millionen Euro; - 23,3%).

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch weiterhin die außereuropäischen
Weine. Im Jahr 2005 wurden 57 Millionen Liter Wein im Wert von 75
Millionen Euro aus Chile importiert. Aus den Vereinigten Staaten kamen
45 Millionen Liter für 60 Millionen Euro, aus Australien 40 Millionen
Liter für 69 Millionen Euro und aus Südafrika 37 Millionen Liter für 59
Millionen Euro. Während die Weine aus Chile (- 8,8% bei der
Einfuhrmenge) und den USA (- 6,4%) Rückgänge zu verzeichnen hatten,
wurden südafrikanische (+ 54,3%) und australische Weine (+ 26,2%)
stärker nachgefragt.

Bei den Weinausfuhren aus Deutschland gab es sowohl bei der Menge als
auch beim Warenwert Steigerungen. Mit 274 Millionen Litern Wein wurden
2005 gegenüber dem Vorjahr 11 Millionen Liter (+ 4,1%) mehr ausgeführt.
Der Gesamtwert lag mit 503 Millionen Euro um 51 Millionen Euro (+ 11,3%)
höher als 2004.

Die Weine waren in der Hauptsache für Großbritannien (92 Millionen
Liter; 133 Millionen Euro), die Niederlande (43 Millionen Liter; 65
Millionen Euro), die Vereinigten Staaten (25 Millionen Liter; 78
Millionen Euro) und Schweden (19 Millionen Liter; 23 Millionen Euro)
bestimmt.

Weg für WTO-Beitritt Russlands geebnet

Russland und die USA haben am Rande des APEC-Gipfeltreffens den Weg
für den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) freigemacht.
Die Handelsbeauftragten beider Seiten unterzeichneten eine der letzten für
den Beitritt nötige und noch ausstehende bilaterale Handelsvereinbarung.

US-Präsident George W. Bush und Russlands Präsident Wladimir Putin
würdigten die Vereinbarung als einen wichtigen Schritt für eine weitere
Intensivierung der wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit.
Gut und wichtig für beide Seiten sei der Vertrag, sagte Bush bei seinem
Treffen mit Putin am Rande des APEC-Gipfels in Hanoi.
Die Verhandlungen seien "lang und schwierig" gewesen, betonte Putin,
aber es habe sich gelohnt.
Zudem erleichtere der Vertrag auch das gemeinsame Vorgehen bei
der Lösung anderer internationaler Probleme.
Wann Russland der Organisation mit bald 150 Mitgliedern beitritt, ist noch unklar.
Ähnliche Vereinbarungen stehen noch mit Georgien, Moldawien und Costa Rica aus.
Die WTO hatte Anfang November zuletzt Vietnam offiziell in den Club der
WTO-Mitglieder eingeladen. Der Beitritt dürfte in wenigen Wochen erfolgen.
"Die vollständige Integration Russlands in die Weltwirtschaft ist in unser
beider Interesse", sagte die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab.
"Dies war ein wichtiger Meilenstein für diese Integration", erklärte ihr
russischer Verhandlungspartner German Gref.
Der Wirtschaftsgipfel der Pazifik-Anrainerstaaten (APEC) ist am Sonntag
mit einem dringenden Appell zum Neustart der festgefahrenen Doha-Welthandelsrunde
zu Ende gegangen. Die 21 Staats- und Regierungschefs kündigten neue
Konzessionen beim Abbau von Handelsschranken im Agrarbereich an und
forderten die Handelspartner auf mitzuziehen.

Die Schweiz erlaubt Eichenchips im Wein
Der Gebrauch von Eichenholzchips für die Weinherstellung wird bald
auch in der Schweiz erlaubt sein. Der Bundesrat in Bern hat eine entsprechende
Anpassung an das EU-Lebensmittelrecht verabschiedet.
Auf dem Etikett muss dieser Zusatz nicht deklariert werden.
Wer Wein auf traditionelle Weise in Eichenfässern produziert, darf dies aber erwähnen.
Gleichzeitig revidieren das Departement des Innern und das Bundesamt
für Gesundheit (BAG) zahlreiche Verordnungen des Lebensmittelrechts.
Gesetzesänderungen gibt es auch bei Nahrungsmitteln die Alkohol enthalten.
Die Angabe "alkoholhaltig" entfällt für Produkte mit einem Alkoholgehalt
von bis zu 0,5 % . müssen den Hinweis "enthält xxx % vol
Alkohol" und "süsses alkoholisches Getränk" enthalten.

EU-Beschwerde bei der WTO gegen Indiens hohe Weinsteuern
Die Europäische Union wird diese Woche bei der World Trade Organisation (WTO)
eine offizielle Beschwerde gegen Indien einreichen wegen der extrem
hohen Steuern und Abgaben, mit denen das Land nach wie vor europäische
Wein- und Spirituosenimporte belegt.
Die gesamt Abgaben und Steuern mit denen importierte Spirituosen belastet werden,
liegen bei 550 Prozent. Beim Wein liegen sie bei 264 Prozent.
Darin sieht die EU eine Handelsbarriere, die gegen die WTO-Regeln verstösst.
Im vergangenen Jahr wurden lediglich europäische Weine im Wert von vier Millionen Euro
nach Indien exportiert. Das Land gilt als einer der grössten künftigen Wachstumsmärkte
für Wein in der Welt.

EU/Deutschland/Straßburg: Deutsche Weinbauverband fordert Strukturmassnahmen
statt Destillation.

Der Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Norbert Weber hat auf der der Fachgruppe
Wein des Europäischen Dachverbandes für Landwirtschaft und Agrargenossenschaften
COPA-COGECA davor gewarnt, die notwendige Reform der Gemeinsamen Marktorganisation
für Wein immer weiter zu verschieben und mehr und mehr zu zerreden.
Ursprünglich hatte die EU-Kommission angekündigt, ihre konkreten Änderungsvorschläge
im Dezember 2006 vorzulegen.
Jetzt wird von Sommer oder Herbst 2007 gesprochen. "Währenddessen verschlechtert
sich die Außenhandelsbilanz der europäischen Weinwirtschaft immer mehr.
Das EU-Weinbudget wird weiterhin für Altlastenbeseitigung von Tafelweinüberschüssen
ausgegeben, statt sowohl in die Zukunftsmärkte, als auch in bessere Produktions- und
Vermarktungsstrukturen sowie Verbraucherinformation zu investieren!", beklagt der
Deutsche Weinbaupräsident.
Hauptziel der Reform muss es nach seiner Auffassung sein, die Wettbewerbsfähigkeit
der europäischen Weinerzeuger gegenüber den Konkurrenten aus der Neuen Welt zu
verbessern. "Dies haben offenbar einige unserer Kollegen aus den südeuropäischen
Weinbaugebieten immer noch nicht kapiert, wenn sie weiterhin Gelder für Destillations-
maßnahmen fordern und Nord-Süd-Konflikte in der Europäischen Union durch
Attacken auf unsere traditionellen Weinbereitungsmethoden heraufbeschwören.
Denn Überschüsse werden nicht durch die Chaptalisierung, sondern durch eine
Tafelweinproduktion, für die es keine Nachfrage gibt, provoziert. Ich fürchte, dass
die richtigen Reformansätze der Kommission immer mehr zerredet werden, wenn
sich die Reformdiskussion weiter verzögert." Der Deutsche Weinbauverband tritt
dafür ein, dass die 500 bis 700 Millionen Euro, die man jährlich für die Destillation
von südeuropäischen Tafelweinen ausgibt, für Struktur- und Marktmaßnahmen,
die über einen "nationalen Finanzplan" zu steuern wären, verwendet werden.
Mit diesem neuen Instrument der europäischen Weinmarktorganisation sollen
die europäischen Weinbauregionen Programme für eine Verbesserung ihrer Wettbewerbs-
fähigkeit entwickeln, die zwar in Brüssel genehmigt , aber in der Verantwortung der
Mitgliedstaaten und ihrer Weinbauregionen durchgeführt werden sollen.

Quelle: Stat. BA; Die Welt; WB CH;


 
08.11.2006

DWI: Riesling Fellowship in London gegründet

Mit dem Ziel, die besonderen Qualitäten deutscher Rieslinge
im größten deutschen Weinexportmarkt Großbritannien noch
deutlicher herauszustellen, hat das Deutsche Weininstitut (DWI)
Anfang November in London ein "Riesling Fellowship"
aus der Taufe gehoben.

Bekannte Weinautoren wie Jancis Robinson, Hugh Johnson
und Master of Wine Tim Atkin gehörten zu der ersten exklusiven
Runde der Rieslingfreunde, die in Zukunft einmal im Jahr
zusammen kommen soll.
Den angemessenen Rahmen hierfür bildete die Deutsche Botschaft
am Londoner Belgrave Square, in die der deutsche Botschafter
Wolfgang Ischinger geladen hatte. Neben wichtigen Persönlichkeiten
aus der britischen Weinszene waren auch ausgewählte deutsche
Riesling-Winzer vor Ort, um den Gästen ihre Weine persönlich vorzustellen.

Die englische Auslandsagentur des DWI hatte dafür im Vorfeld
der Veranstaltung einflussreiche britische Meinungsbildner befragt,
wer ihrer Meinung nach die bekanntesten und einflussreichsten
deutschen Weinproduzenten auf der Insel sind.
Zu ihnen zählten die Weingüter: J.J. Prüm und Selbach-Oster (Mosel-Saar-Ruwer),
Wittmann und Keller (Rheinhessen), Leitz und Domdechant
Werner'sches Weingut (Rheingau), Dönnhoff (Nahe) sowie
Lingenfelder (Pfalz). Um den weltweiten Siegeszug des Rieslings
zu unterstreichen, hatte Botschafter Ischinger darüber hinaus
auch vier Riesling-Erzeuger aus Österreich, dem Elsass
und Australien eingeladen.

Im Zentrum der Gesprächsrunde, die von Jancis Robinson
moderiert wurde, stand die Frage nach der Bedeutung
des Terroirs für den Riesling. Diskussion und Weinpräsentation
verdeutlichten den britischen Gästen, dass die deutschen
Weinproduzenten angesichts der weltweiten Riesling-Renaissance
die Qualitätsführerschaft für diese Rebsorte für sich beanspruchen.
Dieser Anspruch wurde dann auch durch etwa zwei Dutzend
Spitzen-Rieslinge aus den letzten drei Jahrzehnten unterstrichen,
die vor und während eines Menüs verkostet wurden.

Das DWI will die Riesling-Fellowship-Veranstaltungsreihe
in den nächsten Jahren sukzessive weiterentwickeln, so dass
sie bald zu einem "Muss" für die britische Weinszene wird.
Steffen Schindler, Bereichsleiter Auslandsmarketing im DWI,
sieht die Exportstrategie der letzten Jahre mit der Fokussierung
auf den Riesling in der Kommunikation bestätigt.
"Die weltweite Riesling Euphorie hat bewirkt, dass Deutschland
als Weinbaunation enorm an Renommee gewonnen hat.
Diese Imageverbesserung führt mittlerweile dazu, dass
wir auch ein steigendes Interesse an anderen deutschen
Rebsortenweinen wie Grau- und Spätburgunder, Silvaner
oder Dornfelder feststellen können."

Deutsche Weine international erfolgreich

Deutsche Weine sorgen auf internationalen Weinwettbewerben
in aller Welt immer öfter für großes Aufsehen. Dies zeigen die
guten Ergebnisse, die in den vergangenen Tagen aus London,
Wien oder Canberra verkündet wurden.

International Wine and Spirit Competition - London

74 Medaillen, darunter vier Goldmedaillen, verliehen die Juroren
der diesjährigen Wine and Spirit Competition in London an deutsche Weine.
Auch zwei Trophys gingen nach Deutschland.
Die Gutsverwaltung Niederhausen-Schlossböckelheim (Nahe)
konnte gleich zwei Goldmedaillen und die Eiswein-Trophy in Empfang nehmen.
Mit Gold bewertet wurden eine Riesling Trockenbeerenauslese aus 2003
und ein Riesling Eiswein aus 2004.
Eine Goldmedaille für ihren Spätburgunder Eiswein Jahrgang 2004 erhielt
die Winzergenossenschaft Nordheim (Franken), die außerdem auch
die German Wine Producer-Trophy in Empfang nehmen durfte.
Ebenfalls einer Goldmedaille würdig befanden die Juroren die an der Mosel
geerntete Riesling-Beerenauslese 2005 der Kellerei Reh-Kendermann aus Bingen.

Die International Wine and Spirit Competition in London zählt mit über 5.000
Anstellungen zu den größten Weinwettbewerben weltweit. Der Wettbewerb
wurde 1969 von einer Vereinigung englischer Oenologen und Weinhändler
ins Leben gerufen, um dem Handel eine qualifizierte Klassifikation und
Vergleichbarkeit der einzelnen Weinsegmente anzubieten. Weine und
Spirituosen aus 72 Ländern beteiligten sich in diesem Jahr.
Die Menge der Anstellungen wuchs gegenüber dem Vorjahr um 14 %.
Die Trophy-Gewinner wurden bei einem Galaabend Ende Oktober
in London ausgezeichnet.

Alle Ergebnisse sind unter www.iwsc.net zu finden.

Austrian Wine Challenge - Wien

Zum dritten Mal fand die "Austrian Wine Challenge" (awc vienna) in Wien statt.
Mit 5118 Weinen aus 29 Ländern ist die Veranstaltung ebenfalls eine
der ganz großen der Welt. Jeweils drei Siegerweine wurden in 32 Kategorien
in Wien ausgezeichnet.
In 15 Kategorien ist deutscher Wein unter den Top 3 - Siegerweinen zu finden
und gar in fünf Kategorien gelang es deutschen Weinen, den Spitzenplatz zu erringen.
In der Kategorie "Weiß-/Grauburgunder mit mehr als 13 % vol Alkohol"
lieferte das Weingut Rudolf May (Franken) mit einer Grauburgunder Spätlese 2005
den Siegerwein.
Bei den "Rieslingen mit mehr als 13 % vol Alkohol" siegte das Weingut Neef Emmich
(Rheinhessen) mit einem Riesling Jahrgang 2005.
In der Kategorie "Sortenvielfalt und klassische Cuvées" gab es einen deutschen
Doppelsieg. Punktgleich lagen das Weingut Rudolf May (Franken) mit einem
Silvaner Kabinett aus 2005 und das Weingut Baldauf (Franken) mit einem
Silvaner aus 2004 an der Spitze.
Den besten Pinot noir des Wettbewerbs lieferte das Weingut Peter Stolleis (Pfalz)
mit einem Spätburgunder Jahrgang 2003.
Bei den Schaumweinen lag das Weingut Emmerich-Koebernik (Nahe) mit seinem
Winzersekt 2004 Spätburgunder Weißherbst extra trocken auf Platz 1.

Weitere Informationen gibt es unter www.awc-vienna.at.

Deutsche Erfolge auch in Australien

Bei der in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführten Hyatt International Riesling Challenge
im australischen Canberra waren 13 deutsche Weine mit einer Goldmedaille erfolgreich.
Insgesamt wurden 458 Weine bewertet, von denen 45 Weine eine Goldmedaille erhielten.
Die Trophy des deutschen Botschafters für den besten europäischen Riesling ging
an Schloss Vollrads für einen Riesling 2005 Kabinett halbtrocken.
Die mit Gold prämierten deutschen Rieslinge kamen von folgenden Betrieben:
Weingut Carl Adelseck (Nahe, zwei Goldmedaillen), Robert Weil (Rheingau, zwei Goldmedaillen),
Schloss Reinhartshausen (Rheingau), Fritz Allendorf (Rheingau),
Vier Jahreszeiten Winzer (Pfalz), Reichsrat von Buhl (Pfalz), Bassermann-Jordan (Pfalz),
Sybille Kuntz (Mosel), Fürstlich Castell'sches Domänenamt (Franken) und
Schloss Proschwitz (Sachsen).
Steffen Schindler, Bereichsleiter Auslandsmarketing des Deutschen Weininstituts,
sieht in diesen Ergebnissen eine Bestätigung und große Anerkennung für das
Qualitätsstreben der deutschen Winzer: "Diese Erfolge setzen wichtige Zeichen
auf den internationalen Märkten und lenken das Interesse der Weinfreunde weltweit
verstärkt auf deutsche Weine. Nicht zu unterschätzen ist zudem die imagebildende
Wirkung dieser Auslandserfolge im eigenen Land."

Quelle: DWI

 
08.11.2006

Deutschland: Statistische Bundesamt schätzt die Weinmosternte 2006 auf 9,9 Millionen Hektoliter

Wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Weinmesse FORUM VINI vom 10. bis 12. November
in München mitteilt, schätzten die Ernte- und Betriebs­berichterstatter den durchschnittlichen
Ertrag an Weinmost zum Stand September 2006 insgesamt auf 100 Hektoliter je Hektar (hl/ha).
Damit ist bei einer Rebfläche von 99 100 Hektar in Deutschland die Erzeugung von ca. 9,9 Millionen hl
Weinmost möglich.
Dieser Wert liegt um 4,7% über dem sechsjährigen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2005.
Die tatsächliche Erntemenge kann jedoch von den Ergebnissen dieser zweiten vorläufigen
Schätzung abweichen.
Die Entwicklung der Witterung bis zum Abschluss der Lese und die dadurch bedingte
weitere Reife der Trauben sowie gegebenenfalls auftretender Krankheitsbefall und
Fäule spielen hier eine Rolle.

62% des Weinmostes entfallen in diesem Jahr voraussichtlich auf Weißmost und 38% auf Rotmost.

Die wichtigsten Rebsorten für Weißwein sind Weißer Riesling mit 20 400 Hektar,
Müller-Thurgau auf 13 900 Hektar, Grüner Silvaner auf 5 200 Hektar,
Ruländer auf 4 000 Hektar sowie Kerner auf 3 800 Hektar.
Mit diesen Sorten sind 76% der mit weißen Sorten bestockten Fläche bepflanzt.

Für Rotwein sind die bedeutendsten Sorten Blauer Spätburgunder auf 11 100 Hektar,
Dornfelder auf 8 000 Hektar sowie Blauer Portugieser auf 4 600 Hektar.
Zusammen haben diese Rebsorten einen Anteil von 65% an der mit
roten Sorten bestockten Fläche.

Anbauschwerpunkte für die genannten Sorten liegen jeweils im größten Weinanbauland
Rheinland-Pfalz. Lediglich der Blaue Spätburgunder wächst in Baden-Württemberg
auf einer noch größeren Ertragsrebfläche von 6 500 Hektar (Rheinland-Pfalz: 3 800 Hektar).


Deutsche Ausfuhren im September 2006im Vergleich zum September 2005 um + 14,6% gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse
mitteilt, wurden im September 2006 von Deutschland Waren im Wert von
79,6 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 63,9 Milliarden
Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im September 2006
um 14,6% und die Einfuhren um 17,5% höher als im September 2005.
Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren gegenüber August 2006
um 6,6% und die Einfuhren um 3,8% zu.

Die Außenhandelsbilanz schloss im September 2006 mit einem Überschuss
von 15,6 Milliarden Euro ab. Im September 2005 hatte der Saldo in der
Außenhandelsbilanz 15,0 Milliarden Euro betragen. Kalender- und
saisonbereinigt lag im September 2006 der Außenhandelsbilanzüberschuss
bei 15,0 Milliarden Euro.

Unter Berücksichtigung der Salden für Ergänzungen zum Außenhandel
(- 1,7Milliarden Euro), Dienstleistungen (- 3,5 Milliarden Euro), Erwerbs- und
Vermögenseinkommen (+ 1,7 Milliarden Euro) sowie laufende Übertragungen
(- 2,7 Milliarden Euro) schloss - nach vorläufigen Berechnungen der
Deutschen Bundesbank - die Leistungsbilanz im September 2006 mit einem
Überschuss von 9,4 Milliarden Euro ab. Im September 2005 hatte die
deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 8,1 Milliarden Euro
ausgewiesen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im September 2006
Waren im Wert von 48,0 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von
39,8 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber September 2005 stiegen
die Versendungen in die EU-Länder um 10,6% und die Eingänge aus diesen
Ländern um 15,3%. In die Länder der Eurozone wurden im September 2006
Waren im Wert von 31,9 Milliarden Euro (+ 8,3%) geliefert und Waren im
Wert von 27,6 Milliarden Euro (+ 15,9%) aus diesen Ländern bezogen. In
die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, wurden im September
2006 Waren im Wert von 16,1 Milliarden Euro (+ 15,5%) geliefert und
Waren im Wert von 12,2 Milliarden Euro (+ 14,0%) von dort bezogen.

In die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer) wurden im
September 2006 Waren im Wert von 31,5 Milliarden Euro exportiert und
Waren im Wert von 24,1 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert.
Gegenüber September 2005 stiegen die Exporte in die Drittländer um
21,3% und die Importe von dort um 21,4%.

Quelle: Statist. Bundesamt WI

 
06.11.2006

Geno-Verbannd: Württembergs Weingärtnergenossenschaften ziehen Bilanz:

Die Kosten steigen stärker als die Erlöse


Die Württembergischen Weingärtnergenossenschaften sind im Bundesvergleich sehr gut aufgestellt und die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen für die Trauben an die Mitglieder sind die besten. Dennoch gibt es von dieser guten Position aus Druck und Handlungsbedarf.

Mit ihren "Weinen, die andere nicht haben", verbunden mit hohem Qualitätsanspruch, wollen Württembergs Weingärtnergenossenschaften die Preise im Wettbewerb mit der weltweiten Konkurrenz stabil halten. Das betonte der Württembergische Genossenschaftsverband (Geno) am 13. Oktober bei seiner Pressekonferenz zum Weinherbst 2006 in der Brackenheimer Genossenschaft. Laut Bilanz des vergangenen Weinwirtschaftsjahres (Stichtag 31. Juli 2006) setzten die 66 württembergischen Genossenschaften, die drei Viertel des Württemberger Weines erzeugen, 80 Millionen Liter Wein und Sekt ab, das sind 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz ging allerdings nur um 3,2 Prozent auf 232 Millionen Euro zurück: Es ergibt sich eine leichte Erlössteigerung auf durchschnittlich 2,90 Euro je Liter. Obwohl Württemberg seit Jahren dem Preisabtrieb auf den Märkten Paroli bieten kann, sorgt die Entwicklung der Kos-ten dafür, dass es Druck auf die Auszahlungsleistungen an die Wengerter gibt: Darauf machte Dieter Weidmann, Vorstandssprecher der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) Möglingen, aufmerksam. "Es ist uns in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Kostensteigerungen durch adäquate Preissteigerungen auszugleichen", sagte er. Der Druck geht allerdings von hohem Niveau aus. Württembergs Genossenschaftsmitglieder sind nach wie vor bundesweit bei den Auszahlungsleistungen vorne. "Aus meiner Sicht ist das Einkommen der Wengerter noch auskömmlich", lautete die Einschätzung dazu von Dieter Weidmann. Das Anbaugebiet wird in der bundesweiten Branche vor allem um die zentralisierte und effiziente Vermarktung an den Lebensmitteleinzelhandel über die WZG beneidet.

Kernkompetenz: regional, hochwertig
Die Württemberger sind für die kommenden Verkaufsmonate optimistisch: "Die aktuelle Verbraucherstimmung ist gut. Dies gilt auch für die Nachfrage nach höherwertigen Gütern. Von dieser Entwicklung profitiert der Württemberger Wein", betont Geno-Präsident Erwin Kuhn. Württemberg setzt nach Darstellung von Kuhn auch weiterhin auf qualitativ hochwertige regionale Spezialitäten, wie den Lemberger und den Trollinger. Hier habe Württemberg seine unverwechselbare Kernkompetenz. Deswegen wendet sich Kuhn zufolge der Geno-Verband auch gegen jegliche Vorhaben der EU-Kommission im Rahmen der Reform der europäischen Weinmarktordnung, die eine Harmonisierung im Sinne von Gleichmacherei zur Folge hätten.


Bundesausschuss Obst und Gemüse unterstützt CMA und ZMP

Schlagkräftige Absatzförderung unverzichtbar

Die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse erklärten mit Nachdruck, dass sie voll und ganz hinter den Zielen und Aufgaben der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) und der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) stehen und diese auch in Zukunft für unverzichtbar halten. Am 24. und 25. Oktober 2006 trafen sich die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse zur 106. Sitzung in Mutterstadt in der Pfalz. Der Bundesausschuss Obst und Gemüse ist das oberste berufsständige Gremium für den Bereich Obst und Gemüse und wird getragen vom Deutschen Bauernverband (DBV), vom Zentralverband Gartenbau und vom Deutschen Raiffeisenverband.

In der Diskussion um das Absatzfondsgesetz und die Durchführungsgesellschaften des Absatzfonds CMA der deutschen Agrarwirtschaft und ZMP wurde betont, dass alle Abgabepflichtigen aus dem Bereich Obst und Gemüse dazu aufgerufen seien, die Abführung der Absatzfondsbeiträge auch in Zukunft für eine schlagkräftige Absatzförderung zur Verfügung zu stellen. Es gelte, den Absatzfonds nicht durch weitere Widerspruchsverfahren zu schwächen.

Bezüglich der Beschäftigung von Saison- und Aushilfskräften bestätigten die Mitglieder des Bundesausschusses Obst und Gemüse die von DBV, Zentralverband Gartenbau, Arbeitgeberverbänden und dem Bundesausschuss Obst und Gemüse durchgeführte Frage-bogenaktion. Die Eckpunkteregelung ist diesbezüglich für das Jahr 2007 zu überarbeiten, damit die Obst- und Gemüsebetriebe auch im Vegetationszeitraum 2007 ausreichend Erntehelfer an ihrer Seite haben. Die Probleme des Jahres 2006 dürften sich 2007 nicht wie-derholen.

Breiten Raum nahm auch die Diskussion über Rückstandshöchstmengen und die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln während der Sitzung ein. Es wurde gefordert, dass die EU-Rückstandshöchstmengen umgehend vereinheitlicht werden und das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln europaweit durch eine "Zonale-Zulassung" harmonisiert wird. Die jetzige Situation mit unterschiedlichen Höchstmengen nach EU-Mitgliedsstaaten ebenso wie die unterschiedliche Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU sei nicht länger hinnehmbar.


Qualität zu Dumpingpreisen?

Landwirtschaft contra Einzelhandel

"Topqualität und Lebensmittelsicherheit sind nicht zu Dumpingpreisen zu haben!" Dies betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, in der Novemberausgabe des neuen Wirtschaftsmagazins "Geldidee". Seit Jahren kämpften die Bauern - unabhängig vom jüngsten Skandal um Gammelfleisch - um ein wirksames Verbot von Verkäufen unter Einstandspreis. "Ich bin froh", so Sonnleitner, "dass der Gesetzgeber dies endlich umsetzt. Das Preisdumping besonders bei Fleisch und Milch muss endlich ein Ende haben". Sonnleitner unterstrich, dass er sich für mehr Qualitätswettbewerb bei Lebensmitteln einsetze. "Wir Bauern machen unsere Hausaufgaben", zum Beispiel mit dem Qualitäts- und Sicherungssystem QS. Sonnleitner gab sich überzeugt, dass "wir als Bauern jetzt auch die Verbraucher auf unserer Seite haben".

Gegenposition bot Hermann Franzen, bis vor kurzem Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels. Es gebe keinen Zusammenhang zwischen niedrigen Preisen im Einzelhandel und Fleischskandalen. Die geplante Verschärfung des Verbots unter Einstandspreis "sei ein Ablenkungsmanöver von eklatanten Versäumnissen der staatlichen Lebensmittelkontrolle", erklärte Franzen. Durch die Verschärfung erhöhe sich der Druck auf die Produzenten, wenn der Handel nicht gleich im billigeren Ausland kauft. Das geplante Gesetz schaffe nur Bürokratie und sei ordnungspolitisch ein absoluter Fehlgriff.


Sonnleitner: CMA und ZMP sind in ihrer Zielrichtung unverzichtbar

dlz-Interview über Zukunft des Absatzfondsgesetzes

"Auch wenn gegen den Absatzfondsbeitragsbescheid Widerspruch eingelegt wird, muss der Beitrag weiter bezahlt werden. Es besteht eine deutliche Wahrscheinlichkeit, dass unter Vorbehalt gezahlte Beiträge nicht zur Rückzahlung kommen werden, wohl aber ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Widersprüche CMA und ZMP in höchstem Maße gefährden". Dies stellte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, im Interview mit der landwirtschaftlichen Fachzeitschrift dlz fest. Sonnleitner hält CMA und ZMP in ihrer Zielrichtung für unverzichtbar und warnt davor, diese bewährten und von vielen ausländischen Anbietern kopierten Einrichtungen leichtfertig zu verspielen. Jeder Marktteilnehmer sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein. Er habe einen betrieblichen Nutzen durch eine schlagkräftige Absatzförderung für seine Produkte und deren nachhaltige Positionierung beim Verbraucher und im Markt.

Die CMA habe wesentlichen Anteil daran, dass die Produkte der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft auf den in- und ausländischen Märkten einen guten Ruf haben und sich im Wettbewerb behaupten. So sei der Agrarexport Deutschlands allein zwischen 2001 und 2005 um rund 20 Prozent auf rund 36 Milliarden Euro gestiegen. Der Fleischverbrauch habe sich in den letzten Jahren stabilisiert, trotz aller zum Teil kampagneartigen Versuche, dieses Lebensmittel madig zu machen. Dies verlange ständige kommunikative Präsenz - in der Öffentlichkeit und in der aktiven Information. "Wer hier nicht mehr im notwendigen Maße aktiv sein kann, gerät unweigerlich ins Hintertreffen", hob Sonnleitner die Bedeutung der CMA hervor.

Von schmerzlichen Einsparungen betroffen sei auch die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), die wertvolle Arbeit leiste. So dominiere aufgrund geänderter agrarpolitischer Rahmenbedingungen und weltweiter Zusammenhänge immer mehr das reale Marktgeschehen. Umso wichtiger sei es, als Landwirt gut und aktuell informiert zu sein über Einkaufs- und Verkaufspreise, über die Preise auf den nächsten Stufen und die Marktentwicklungen, was durch die ZMP geleistet werde.

Ansprechpartner: Pressestelle Deutscher Bauernverband

 
02.11.2006

Deutschland Mainz: Monika Reule wird zum Vorstand des DWF berufen!

Der Verwaltungsrat des Deutschen Weinfonds (DWF) hat Monika Reule
am 26. Oktober 2006 in Mainz einstimmig zum Vorstand berufen.
Die Diplom-Agrarbiologin wird das Amt zum 1. April 2007 antreten
und übernimmt zu diesem Zeitpunkt auch die Geschäftsführung des
Deutschen Weininstituts (DWI) sowie weiterer Nebengesellschaften.
Sie löst damit Holger Kirsten ab, der das Amt seit Juli 2006
interimsweise ausübt.

Vita:
Monika Reule war nach ihrem Studium an der Universität
Stuttgart-Hohenheim zunächst beim Molkereiverband des
Landes Baden-Württemberg als Schulmilchreferentin und
später als stellvertretende Geschäftsführerin beschäftigt.
In diesem Rahmen war sie auch für die Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes zuständig sowie mit
Fördermaßnahmen im Bereich Milchmarketing betraut.

1992 ging sie als Leiterin des Bereiches Information und
Dokumentation zur Arbeitsgemeinschaft Tropische und
Subtropische Agrarforschung nach Bonn. Schwerpunkt
ihrer Arbeit war es, durch Kommunikation und
Öffentlichkeitsarbeit die Leistungen deutscher Forschungs-
einrichtungen auf dem Gebiet der internationalen Agrarforschung
verständlich darzustellen. Dazu gehörte auch, die auf diesem
Gebiet tätigen Forschungseinrichtungen zu unterstützen und
deren Stellung international zu stärken.

Anfang 1998 wechselte Monika Reule in die gemeinsame
Geschäftsführung der beiden neu geschaffenen Zentren für
Entwicklungsforschung und für Europäische Integrations-
forschung an die Universität Bonn. Sie war dort für die
externe und interne Kommunikation verantwortlich und
wirkte maßgeblich am Aufbau der beiden interdisziplinären
Forschungszentren an der Schnittstelle zwischen Politik
und Wissenschaft mit.

Seit 2001 ist Monika Reule beim Deutschen Verband Tiernahrung (DVT),
der Interessenvertretung der deutschen Mischfutterhersteller,
mit Schwerpunkt Kommunikation und Verbandsmanagement, tätig.

Anfang 2004 erfolgte ihre Berufung zur Geschäftsführerin des Verbandes.
Im Rahmen der Pressekonferenz des DWF und DWI am 2.11.2006 in Mainz
erläuterte Norbert Weber, Vorsitzender des Verwaltungsrats und
des Aufsichtsrats des DWF kurz das Auswahlverfahren, das sowohl
von der Sichtung und Bewertung der Kandidaten bis zur Durchführung
sämtlicher Assessments mit professioneller Hilfe organisiert worden sei.

"Frau Reule hat sich dabei eindeutig gegen eine starke Konkurrenz durchgesetzt",
so Weber.
Für den DWF sei es wichtig, dass der neue Vorstand über hervorragende
Führungsqualitäten und Teamfähigkeit, über Kompetenz in der internen und
externen Kommunikation, über Kreativität und Durchsetzungsfähigkeit verfüge.
Monika Reule werde bei der neuen strategischen Ausrichtung des
Gemeinschaftsmarketings, das auf einer effektiven Zusammenarbeit
zwischen DWF/DWI und Gebietsweinwerbungen basiere,
von Anfang an aktiv mitwirken.

In seiner Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender unterstrich Norbert Weber,
dass die Entscheidung zugunsten von Monika Reule einstimmig im
Verwaltungsrat gefasst worden sei.
Dies sei ein bemerkenswerter Vertrauensvorschuss und eine Demonstration
für die Bereitschaft der Zusammenarbeit aus den Gebieten und aus allen
Sparten der Weinwirtschaft.

Monika Reule selbst sagte, sie freue sich darauf, sich in den kommenden
Monaten rasch in die Thematik einzuarbeiten und anschließend gemeinsam
mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie den Gremien von DWF und DWI,
zukunftsfähige Konzepte und Maßnahmen im Hinblick auf die Stärkung
der Position deutscher Weine im In- und Ausland zu entwickeln und umzusetzen.

Quelle: DWI

Viel Glück und eine gute Hand für gute Entscheidungen für den deutschen Weinbau
und den internationalen Weinbau bzgl. deren Zusammenarbeit. A.d.I


 
26.10.2006 Deutschland: Deutscher Weinbaupräsident Norbert Weber, rechnet mit höheren Weinpreisen.

Weber: "Mit den erzielten Qualitäten sind wir insgesamt gesehen dennoch sehr zufrieden,
denn die Trauben wiesen überdurchschnittlich hohe Reifegrade auf.
Dies sorgte für einen großen Anteil an Prädikatsweinen und für Rekordmostgewichte von
über 200 Grad Oechsle", Die Erntemenge werde unter neun Millionen. Hektolitern liegen
und damit 15 bis 20 Prozent niedriger als im Vorjahr.
Wegen der geringeren Menge sei mit höheren Preisen zu rechnen.

DLG hat "Jungwinzer des Jahres" gekürt

Sieger Alexander Laible (Baden), Barbara Roth und Christian Nett (Pfalz) -
Hohe Beteiligung und hohes fachliches Können - Preisverleihung auf der
DLG-Sieger-Gala am 8. November in Mainz

Der 28-jährige Ortenauer Alexander Laible ist von der Deutschen
Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) zum deutschen "Jungwinzer des Jahres"
gekürt worden.
Vizemeisterin wurde bei dem Jungwinzer-Wettbewerb Barbara Roth
vom Wein- und Sekthof Wilhelmshof (Siebeldingen/Pfalz).
Dritter wurde Alexander Nett vom Weingut Bergdolt-Reif und Nett
(Neustadt an der Weinstrasse).

Die DLG hatte den Wettbewerb in diesem Jahr erstmals
für Nachwuchstalente ausgeschrieben. Mit dem Preis
für den besten Jungwinzer will die DLG gezielt den
deutschen Winzernachwuchs unterstützen.
Insgesamt hatten 650 Betriebe teilgenommen.
Daraus wurden zunächst 150 ausgewählt und
schliesslich 22 Kandidaten zum Finale eingeladen.

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat erstmals
einen Wettbewerb für den besten deutschen Jungwinzer des Jahres
ausgeschrieben. Mit über 150 Teilnehmern fand er auf Anhieb
in der Weinwirtschaft eine große Resonanz.
Eine Fachjury unter der Leitung der DLG hat jetzt die besten
deutschen Weintalente und die Entdeckungen des Jahres gekürt.

Bester Jungwinzer des Jahres wurde Alexander Laible vom
badischen Weingut Jasmin Kiefer (Ortenberg), „Vizemeisterin“
wurde Barbara Roth (Wein- und Sekthof Wilhelmshof, Siebeldingen/Pfalz)
und den dritten Platz belegte Alexander Nett (Weingut Bergdolt-Reif
und Nett, Neustadt an der Weinstraße/Pfalz).

Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der DLG-Sieger-Gala
der Bundesweinprämierung am 8. November in Mainz statt.

Die Teilnehmer mussten zunächst ihr weinbauliches Können im
Rahmen der diesjährigen Bundesweinprämierung der DLG durch
hervorragende Weine unter Beweis stellen.
Aus über 150 Bewerbungen haben 22 junge Weinerzeuger aus
fast allen deutschen Anbauregionen diese erste hohe Hürde
überstanden und nahmen kürzlich am Finale im DLG-Haus in
Frankfurt teil.
Vor einer Fachjury wurde ihr Können und Fachwissen in den
Bereichen Oenologie, Wein-Sensorik und internationale
Weinwirtschaft in Theorie und Praxis auf Herz und Nieren
geprüft. Beeindruckt war die Jury vom hohen Fachwissen
und weinbaulichen Können der Finalteilnehmer und ein
besonderes Lob gab es von ihr für die Sieger.
Diese stehen nicht nur für die Spitze der neuen deutschen
Winzergeneration, sondern sie sind zugleich „echte Entdeckungen
des Jahres, die in der Weinszene sicherlich für Furore sorgen werden“,
davon war der Leiter der DLG-Bundesweinprämierung Stephan Schöllerüberzeugt.

Überzeugende Jungwinzer mit frischen Ideen
Nicht zuletzt der nachwachsenden Winzergeneration ist es zu verdanken,
dass der deutsche Wein zunehmend an Reputation gewinnt. „Frische Ideen
in Weinberg, Kellerwirtschaft und Marketing setzen die deutschen Gewächse
gekonnt in Szene und geben ihnen auch international ein zunehmend
unverwechselbares Profil“, so Stephan Schöller.
Mit dem neuen Preis des besten Jungwinzers will die DLG gezielt den
deutschen Winzernachwuchs unterstützen und vor allem nachhaltige
Qualitätsarbeit als wichtigen Erfolgsfaktor fördern.
Die im Rahmen des Wettbewerbs gezeigten Leistungen sind beeindruckend
und zeigen, das die deutsche Weinwirtschaft über einen hervorragend
ausgebildeten Nachwuchs verfügt. „Das ist ein mutmachendes Signal
für die Zukunft des deutschen Weines“, so die Überzeugung des
DLG-Weinexperten Stephan Schöller.

Alexander LaibleAlexander Laible (28 Jahre) ist als Sieger aus dem
Wettbewerb hervorgegangen und wird in Mainz als „Jungwinzer des
Jahres 2006“ ausgezeichnet. Der gebürtige Durbacher und
ausgebildeter Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft konnte
sich bereits an der Mosel im Weingut Albert Kallfelz erste Meriten
verdienen, bevor er wieder in die badische Heimat zurückging und
dort mit viel Know-how und Idealismus seitdem auf sich aufmerksam
macht. Der Betriebsleiter und Kellermeister des Weingut Jasmin Kiefer
sieht sich als Spezialist für Rieslinge und für im Barrique ausgebaute
Spätburgunder. Daneben arbeitet Alexander Laible weiterhin im
elterlichen Betrieb „Weingut Laible“ in Durbach. Mit der eigenen
Linie „Collection Alexander Laible“ konnte der badische Jungwinzer
schon mehrere Auszeichnungen erzielen.

Barbara RothZweite im Wettbewerb wurde Barbara Roth (28 Jahre)
aus der Pfalz. Die Diplom-Ingenieurin für Weinbau und Oenologie
studierte in Geisenheim und Bordeaux. Durch Studien und Praktika
in der Champagne, dem Burgund sowie in Kanada und dem
Napa Valley (USA) konnte sie sich mit dem Weinausbau in
führenden internationalen Anbauregionen vertraut machen.
In der Tradition des Wilhelmshofes ist sie eine ausgewiesene
Spezialistin für die Sektherstellung sowie die lange Gärung
von Rotweinen. Ihr Ziel für die nächsten Jahre ist es neben
der Positionierung als eines der renommiertesten Sektgüter
Deutschlands auch die Top-Qualitäten beim Spätburgunder weiter zu steigern.

Christian NettDen dritten Platz der gekürten Jungwinzer des Jahres errang
Christian Nett (25 Jahre), ebenfalls Winzer aus der Pfalz. Sein Weg zum
Weinemacher führte ihn über die renommierten pfälzischen Weingüter August Ziegler (Maikammer),
Weingut Dr. Deinhard (Deidesheim) und Weingut Müller-Catoir (Neustadt-Haardt).
Zu seinen Stärken zählt der gekonnte Ausbau der verschiedenen Burgundersorten,
bei denen er auf Rebklone aus den 50er und 60er Jahren zurückgreifen kann.
Minimalistischer Einsatz von Technik ist sein Credo in der Kellerwirtschaft.
Seit dem Jahrgang 2000 vermarktet das Weingut Bergdolt-Reif und Nett
seine Weine nach einer eigenen Qualitätspyramide bestehend aus den
Segmenten Tradition, Avantgarde und Prestige

DLG-Sieger-Gala
Mit der Preisverleihung auf der DLG-Sieger-Gala am 8. November 2006 in Mainz
findet die die diesjährige Bundesweinprämierung ihren Abschluss. Hier kürt die
DLG aus rund 4.800 Weinen und Sekten von 650 deutschen Winzern die herausragenden
Wein-Kollektionen und Weinerzeuger und des Bundesernährungsministerium zeichnet
die besten Betriebe am diesjährigen Wettbewerb mit den Bundesehrenpreisen aus.

Quelle: DLG

 
23.10.2006

Ernteschätzungen Deutschland Weinmosternte 2006

AHR: 44.000 hl +14%
BADEN: 1.160.000 hl -12%
FRANKEN: 473.000 hl +5,5%
HESS. BERGSTRAßE: 30.000 hl +0,3%
MITTELRHEIN: 35.000 hl +45%
MOSEL-SAAR-RUWER: 855.000 hl -1%
NAHE: 310.000 hl +0,5%
RHEINGAU: 240.000 hl +20%
RHEINHESSEN: 2.640.000 hl +8%
PFALZ: 2.155.000 hl -2,5%
WÜRTTEMBERG: 1.070.000 hl -10,5%
SACHSEN: 20.000 hl +8%
SAALE-UNSTRUT: 46.000 hl +51%

Bundesgebiet insgesamt 9.078.000 hl -0,4%

Das Weinjahr 2006 - Ein Blick in die Anbaugebiete
Der Weinjahrgang 2006 stellte für viele Winzer eine große Herausforderung dar.
Wie diese gemeistert wurde, erläutert das Deutsche Weininstitut (DWI)
in den nachfolgenden Berichten aus den Anbaugebieten.

An der Ahr erreicht der aktuelle Jahrgang mit sehr hohen Mostgewichten
fast die Reife des Jahrgangs 2003. Oechslegrade über 100° sind beim
Spätburgunder keine Seltenheit. Selbst Müller-Thurgau lag bei
durchschnittlich 75° Oechsle. An der Ahr regnete es weniger als im Süden.
Die Lese begann mit dem Frühburgunder zeitig im September und war Mitte
Oktober im Wesentlichen beendet. Reifes Lesegut geht einher mit moderaten
Säurewerten. Bei einem guten Ertrag von ca. 44.000 Hektolitern ist man an
der Ahr mit den Mengen und Qualitäten sehr zufrieden.

Innerhalb von drei bis vier Wochen wurde in Baden die Mitte September
begonnene Weinlese vollzogen. Für die badischen Winzer war es ein
sehr arbeitsintensiver Herbst, bei der die selektive Lese oberste
Priorität hatte. Dementsprechend musste die Mengenerwartung
nach unten korrigiert werden. So wird nur noch mit einem Ertrag
von 1,1 Mio. hl gerechnet, ca. 12 Prozent weniger als im Vorjahr.
Aufgrund geringerer Niederschläge war die Situation in dem
nordbadischen Weinbaubereich Tauberfranken etwas einfacher.
Der Prädikatsweinanteil wird in Baden etwa 40 % betragen.
Die Jungweine besitzen eine schöne Säurestruktur und eine
feine Fruchtaromatik, besonders gelungen scheinen die weißen
und roten Burgunderweine.

Nach zügiger Arbeit war in Franken die Weinlese am 20. Oktober
so gut wie abgeschlossen. Mit Elan reagierten die Winzer auf die
starken Niederschläge vom 3. Oktober um die Traubenqualität
zu sichern. Vorher hatte es in Franken vergleichsweise wenig
geregnet. Frühe Sorten wie Müller-Thurgau oder Bacchus wurden
bereits vor dem Feiertag eingebracht, besonders der Riesling
musste danach rasch abgeerntet werden. Die Mostgewichte
lagen mit Werten über 90° Oechsle sehr hoch und ließen fast
durchweg eine Einstufung der Ernte im Prädikatsweinbereich zu.
So kann von einem qualitativ sehr guten bis großen Jahrgang
gesprochen werden, der auch mengenmäßig mit einem Ertrag
etwa von 470.000 hl zufrieden stellt. Den Verbraucher erwarten
körperreiche Weine mit einer ausgeprägten Säure und einem
faszinierenden Aromenspiel.

Bereits zu Lesebeginn Mitte September ernteten Winzer der
Hessischen Bergstraße eine Müller-Thurgau Trockenbeeren-
auslese mit 304° Oechsle! Ein Indikator für die in diesem
Herbst durchgängig sehr guten Mostgewichte. Beim Riesling
liegen diese über 90° Oechsle, beim Spätburgunder noch höher.
Wie bereits im Vorjahr fällt die Erntemenge mit etwa 30.000 hl
relativ gering aus. Die Weißweine werden sich nach dem Weinausbau
extraktreich und mineralisch, die Rotweine füllig und kräftig präsentieren.

Die Rieslinge aus den Steillagen des Mittelrheins weisen in diesem
Jahr überragende Mostgewichte von mitunter 100° Oechsle auf.
In der Säure liegen die Rieslinge etwas unter dem Niveau des
Vorjahres, der gewünschte Weinsäureanteil ist sehr ansprechend.
Auch bei den anderen Rebsorten sind die Mostgewichte überdurch-
schnittlich. Die Erntemenge übertrifft mit geschätzten 35.000 hl
den sehr bescheidenen Ertrag des letzten Jahres um ca. 10.000 hl.

Die wechselhafte Witterung des Herbstes 2006 machte es den
Winzern an Mosel-Saar-Ruwer nicht leicht. Feucht-warmes Wetter
begünstigte die Reifeentwicklung der Trauben und führte gleichzeitig
zum frühen Beginn der Traubenlese. Dementsprechend startete
die Riesling-Ernte bereits Anfang Oktober. Steillagenweinbau
und selektive Lese von Hand erweisen sich für den Jahrgang 2006
als ausschlaggebende Instrumente zur Erzeugung hochwertiger Weine.
Die Mostgewichte des Rieslings lagen meist bei 90 bis 100° Oechsle,
wobei auch zahlreiche edelsüße Spezialitäten geerntet werden konnten.
Aufgrund der guten Wasserversorgung erwartet man sehr mineralische
Weine mit moderaten Fruchtsäurewerten. Die anfangs höher
eingeschätzte Erntemenge schrumpfte deutlich auf etwa 850.000 Hektoliter
und bewegt sich somit um das Vorjahresniveau.

Alles andere als einen ruhigen Herbst hatten auch die Winzer an der Nahe.
Die Niederschläge im September zwangen die Winzer zu einer zügigen Lese,
die zum 20. Oktober abgeschlossen wurde. Die Trauben weisen eine hohe
physiologische Reife auf: Mostgewichte von 100° Oechsle sind beim Riesling
mehr als einmal anzutreffen. Erste Jungweine präsentieren sich kraftvoll und
mit verhaltener Säure und schöner Frucht und vergleichsweise früh trinkreif.
Das Ernteergebnis entspricht mit geschätzten 310.000 Hektolitern in etwa
dem des letzten Jahres, mit etwas geringeren Durchschnittserträgen beim Riesling.

In Rekordzeit haben die Winzer in der Pfalz ihre Trauben in diesem Jahr eingebracht.
Neben Unwetter bedingten Ertragsausfällen an der Mittelhaardt führte die selektive
Lese zu einer weiter reduzierten Erntemenge. Sie wird mit ca. 2,1 Mio. hl deutlich
unter dem Ertrag einer Durchschnittsernte liegen. Die Mostgewichte lagen für
die Weißweine überwiegend im Prädikatsweinbereich, beim Rotwein überzeugte
neben den Burgundern vor allem der Dornfelder - 80° Oechsle und mehr waren
die Regel. Insgesamt wird die erzielte Qualität als gut bewertet und die zu
erwartenden Weine werden als markant, fruchtig und frisch beschrieben.

Einen guten Jahrgang brachten auch die Winzer im Rheingau ein.
Die durchschnittlichen Mostgewichte bei Riesling und Spätburgunder
lagen über 90° Oechsle. Mehr als die Hälfte der Ernte fällt in die
Kategorie Prädikatswein, auch Auslesen und Beerenauslesen
wurden geerntet. Die Fruchtsäuregehalte liegen im mittleren Bereich
und sollten harmonisch-frische Weine ergeben.
Die Spätburgundertrauben haben die diesjährigen Witterungsverhältnisse
etwas besser verkraftet als der Riesling. Die selektive Lese wurde
unter Hochdruck durchgeführt und war nach nicht einmal vier Wochen
zum 20. Oktober praktisch beendet. Die Erntemenge wird bei einem
Hektarertrag von etwas über 80 hl/ha mit etwa 240.000 hl höher
als im Vorjahr ausfallen.

Um ein Drittel kürzer als üblich war die Erntezeit auch in Rheinhessen,
so dass Mitte Oktober die "Turbo-Lese" nahezu beendet war.
Die Betriebe arbeiteten seit Anfang Oktober teilweise rund um die Uhr.
Die Mostgewichte lagen nach den sonnigen Septembertagen erfreulich
hoch, beim Riesling bis zu 95° Oechsle. Das lässt extraktreiche,
elegante Weine erwarten. Die Niederschläge Anfang Oktober machten
auch in Rheinhessen eine arbeitsintensive selektive Lese erforderlich,
die insbesondere bei den spätreifenden Sorten die prognostizierte
Erntemenge reduzierte. Die etwas ertragreicheren Frühsorten werden
diesen Minderertrag vermutlich ausgleichen, so dass eine Erntemenge
von etwa 2,6 Mio. hl erwartet wird. Die Qualität des Leseguts wird
als gut bewertet. Das Spektrum reicht von durchschnittlich bis exzellent.
Man spricht von einem harmonisch ausgewogenen und fruchtigen Jahrgang.
Besonders die Rotweine präsentieren sich aufgrund des gesunden und
hochreifen Leseguts füllig und tiefrot.

An Saale-Unstrut konnten sich die Winzer über relativ günstige
Wetterbedingungen freuen. Die Lese verlief wie überall recht zügig,
aber nicht hektisch. Sie begann noch im September und war Mitte
Oktober weitgehend beendet. Die Trauben überraschten mit sehr
hohen Mostgewichten. Beim Silvaner wurden über 100° Oechsle
erreicht. Auch die Säurewerte werden als ideal angesehen.
Insgesamt präsentieren sich die Weine etwas reifer als die
Jungweine des letzten Jahrgangs. Die voraussichtliche
Erntemenge liegt mit geschätzten 46.000 Hektolitern
rund 50 Prozent über dem bescheidenen Vorjahresertrag.

In Sachsen konnte einige Tage früher als üblich mit der Lese
begonnen werden, da das sonnige Septemberwetter mit warmen
Tagen und kühlen Nächten den Reifegrad der Trauben
begünstigt hatte. Die Winzer in Deutschlands östlichstem
Weinbaugebiet konnten sich über durchweg gesundes Lesegut
freuen. Da es auch keine witterungsbedingten Ertragsausfälle
gab, rechnen die Winzer mit einem guten Ertrag von etwa
20.000 Hektolitern. Die Reifegrade der Trauben liegen bei
allen Sorten ebenfalls über denen des Vorjahres.
Dementsprechend ist man in Sachsen sehr zufrieden
und spricht von einem hochqualitativen Jahrgang.

Gute Qualitäten, die zum Teil über denen des Vorjahres lagen,
erzielten auch die Weingärtner in Württemberg. Spät- und
Auslesen wurden sowohl bei den wichtigen Rotweinsorten
wie auch beim Riesling eingebracht. Mit rund einer Million
Hektoliter Weinmost erwarten die Württemberger rund zehn
Prozent weniger Ertrag als 2005. Mengenverluste resultieren
aus der Traubenselektion, die weitestgehend durch Handlese
erfolgte. Lemberger und Trollinger waren bis zum 20. Oktober
überwiegend gelesen. Trollinger lieferte hohe Mostgewichte
von 80° Oechsle und gilt als ein Gewinner dieses Jahrgangs.
Gerade bei den Rotweinen werden Topqualitäten erwartet.
Aber auch die Weißweine präsentieren sich
kraftvoll und fruchtbetont.

Europa Weinmosternte in hl

Deutschland: 9.078.000
Spanien: 42.475.000
Frankreich: 55.601.000
Italien: 52.602.000
Österreich: 2.420.000
Portugal: 6.900.000
Ungarn: 3.604.000
Griechenland: 4.200.000 hl
Tschechien: 550.000
Zypern: 214.000
Luxemburg: 145.000
Malta: 70.000
Slowenien: 762.000
Slowakei: 400.000
andere EU 25: 20.000

Insgesamt Weinerntemenge EU: 180.026.000


Selektive Lese führt zu kleinerer Erntemenge

Die Herbstniederschläge führten aufgrund beginnender Fäulnis
nicht nur zu einer schnellen Lese, es musste auch sehr selektiv
geerntet und ungesundes Lesegut aussortiert werden.

Dadurch hat sich die noch zu Beginn der Weinlese prognostizierte
Erntemenge deutlich verringert.
"Nach aktuellen Hochrechnungen ist für den Weinjahrgang 2006
eine Erntemenge von etwa 9 Mio. Hektolitern zu erwarten.
Sie würde in etwa dem Vorjahresniveau entsprechen und deutlich
unter dem langjährigen Mittel von 9,7 Mio. Hektoliter liegen,"
erläutert Weinbaupräsident Norbert Weber.

Europaweit rechnet man derzeit mit einer leicht überdurchschnittlichen
Weinmosternte von ca. 180 Mio. hl.

Quelle: Weinbauverband, DWI






 
20.10.2006

Baden-Württemberg: Offenburg / EDEKA führt eine eigene regionale Handelsmarke ein

EDEKA Südwest bringt in vier Bundesländern eine
regionale Handelsmarke in die Regale.
EDEKA reagiert mit der eigenen Marke auf eine
verstärkte Nachfrage der Konsumenten.
EDEKA ist damit die erste Lebensmittelkette
in Deutschland mit einer eigenen regionalen Handelsmarke.

Verkaufsstartvon "Unsere Heimat - echt und gut" ist der 23.10.2006.

Konsumenten suchen Produkte und Hersteller, denen sie vertrauen
können, und gewünschte Regionalität.

EDEKA hat daher für die Bundesländer Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz, Saarland und Südhessen diese Regionalmarke
mit dem Namen "Unsere Heimat - echt und gut" geschaffen.

 
20.10.2006

Baden-Württemberg: Weinherbst im Südwesten mit knapp 2,7 Mill hl Weinmost


Allerdings teilweise anspruchsvolle Lese aufgrund von Krankheitsbefall
wie Stiellähme oder Essigfäule.

Zum Stand von Ende September/Anfang Oktober rechnen
die Weinbausachverständigen des Statistischen Landesamtes
für das Anbaugebiet Baden mit einem Mostertrag von 92 hl je Hektar
(hl/ha; 2005: 84,9 hl/ha). Für das Anbaugebiet Württemberg wird
der Mostertrag auf 110 hl/ha (2005: 106,3 hl/ha) geschätzt bei
wie üblich ausgeprägten regionalen und sortenspezifischen Unterschieden.
Die langjährigen Durchschnittserträge 1996/2005 liegen in Baden mit 82,3 hl/ha
deutlich und in Württemberg mit 108,3 hl/ha geringfügig unter den diesjährigen Erträgen.

Bei dem bisherigen Umfang der Ertragsrebfläche entspräche dies einer
voraussichtlichen Weinmosternte in ganz Baden-Württemberg von 2,6
bis 2,7 Millionen hl (1,16 Mill. hl Weißmost und 1,50 Mill. hl Rotmost),
wovon voraussichtlich knapp 1,4 Mill. hl auf das Anbaugebiet Baden
(825 000 hl Weiß- und 600 000 hl Rotmost) sowie 1,2 Mill. hl auf
das Anbaugebiet Württemberg (335 000 hl Weiß- und 900 000 hl
Rotmost) entfallen würden.

Bevor die Mengen allerdings in den hiesigen Kellern eingelagert werden
können, muss eine Weinlese zum Abschluss gebracht werden, die hohe
Anforderungen an Winzer und Weingärtner sowie deren Helfer stellt.
Denn verbreitet wird von Krankheitsbefall wie Stiellähme und Essigfäule1)
berichtet. Damit dennoch nur einwandfreies Lesegut den Weg in die Keltern
findet, muss die Weinlese selektiv erfolgen und befallene Trauben aussortiert
werden. Für die Liebhaber badischen wie württembergischen Weines bestehen
damit weiterhin Hoffnungen auf gute Qualität im Glas.

1) Bei der Stiellähme schrumpft der Traubenstiel ein und vertrocknet, wodurch
die Nährstoffversorgung der Trauben unterbunden wird, die Beeren nicht ausreifen
können und deshalb letztendlich zu geringe Zuckergehalte aufweisen.
Für die Essigfäule werden die ergiebigen Regenfälle im August verantwortlich
gemacht. Diese führten zu überdurchschnittlichem Beerenwachstum,
Dünnschaligkeit mit teilweise geplatzten Beeren und in der Folge zu verstärktem
Befall mit Essigsäurebakterien.

Quelle: Statist. Landesamt BW



 
06.10.2006

58. te Deutsche Weinkönigin

Katja Schweder aus der Pfalz ist die 58. te Deutsche Weinkönigin für das Jahr 2006/2007

Barbara Fendel aus dem Mittelrhein und Sandra Soldmann aus Saale-Unstrut sind Weinprinzessinen


 
02.10.2006

EU: Kommission legt Aufteilung der Mittel für die Entwicklung des ländlichen Raums fest

Nach dem Beschluss des Europäischen Rates im Dezember 2005 über die Finanzielle
Vorausschau hat die Kommission den Haushalt für die Entwicklung des ländlichen Raums
für die 25 Mitgliedstaaten von 2007 bis 2013 veröffentlicht.
Die Mittel werden zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land-, Ernährungs-
und Forstwirtschaft eingesetzt, unterstützen Umweltprogramme und werden zur Schaffung
neuer Arbeitsplätze und der Gründung von Unternehmen in ländlichen Gegenden verwendet.

Der Haushalt für alle 25 Mitgliedstaaten beträgt etwa 77,66 Mrd. € und erstreckt sich
über den Zeitraum 2007-2013. Der Löwenanteil dieser Summe, etwa 13,2 Mrd. €, wird
nach Polen gehen.
Mit 8 Mrd. € erhalten auch Deutschland und Italien einen Großteil der Mittel, gefolgt
von Spanien (7 Mrd. €) und Frankreich (6,4 Mrd. €).

Jeder Mitgliedstaat erhielt nach bestimmten Kriterien eine gewisse Summe.
Bestimmte Summen sind den ärmsten Regionen im Rahmen des "Konvergenzziels"
vorbehalten. Ebenso wurden weiteren spezifischen Situationen und Erfordernissen
auf Grundlage objektiver Kriterien Rechnung getragen.
Auch die historischen Anteile der Mitgliedstaaten an den Mitteln für die Entwicklung
des ländlichen Raums und das Leader+ Programm wurden berücksichtigt.
Sobald Bulgarien und Rumänien EU-Mitglieder sind, werden für diese Länder
zusätzliche Gelder zur Verfügung gestellt.

Im Mittelpunkt der neuen Politik zur Entwicklung des ländlichen Raums steht ein
Finanz- und Programminstrument, der so genannte europäische Landwirtschaftsfonds
für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Um die EU-Prioritäten in den
Vordergrund zu rücken, sieht die Politik einen neuen strategischen Ansatz vor.
Dabei wird versucht, eine eindeutigere Aufteilung der Zuständigkeiten zwischen
den Mitgliedstaaten und der Kommission sicherzustellen. Die Programme werden
zudem auf die lokalen Anforderungen zugeschnitten sein, zumal Mitgliedstaaten,
Regionen und lokale Aktionsgruppen mehr Mitspracherecht erhalten.

Die neue Politik strebt die Umsetzung von vier Hauptzielen an:

* Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft.
Dies soll durch Förderung des Humankapitals über Schulungsmaßnahmen und
Beratungsdienste für Land- und Forstwirte erreicht werden; außerdem soll die Infrastruktur
verbessert werden, um die Land- und Forstwirtschaft auszubauen und anzupassen.

* Unterstützung für Umweltschutz in ländlichen Gegenden, beispielsweise durch die
Förderung von Maßnahmen für eine nachhaltige Forstwirtschaft.

* Verbesserung der Lebensqualität und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft.
Dies soll durch die Unterstützung der Gründung von Kleinstunternehmen, die Förderung
des Fremdenverkehrs und die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen
umgesetzt werden, um Frauen den Wiedereintritt ins Erwerbsleben zu erleichtern.

* Umsetzung des so genannten "Leader"-Ansatzes für lokale Entwicklungsstrategien
lokaler Aktionsgruppen.

"Es wird viel über Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen geredet - dies ist ein
konkretes Beispiel für EU-Gelder, die gerade hierzu beitragen", erklärte
Mariann Fischer Boel (EN), das für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung zuständige
Mitglied der Europäischen Kommission.

Quelle: EU




 
26.09.2006

Deutschland/Europa/Welt:

Spanien:
Seit August gibt es in Spanieneine neue geografische Bezeichnung
für Wein.
Mit der Indicación Geográfica (IG) Viñedos de España hat das
Madrider Landwirtschaftsministerium eine neue Möglichkeit für
Qualitätsweine besonderer Anbaugebiete geschaffen.
Diese neue IG ist im Mittelfeld des spanischen Qualitätssystems
angesiedelt und schützt regional übergreifend Weine mit Landweinstatus
aus elf autonomen Regionen, die Balearen und Kanarische Inseln
eingeschlossen.
Allerdings hat die Comunidad Foral de Navarra einige Gemeinden
ausgeklammert. Auch in vier Regionen - Baskenland, Galicien, Kastilien
und León sowie La Rioja - wird die neue geografische Bezeichnung
auf ausdrücklichen Wunsch der zuständigen Regionalregierungen
nicht umgesetzt.
Die neue Indicación Geográfica tritt mit dem Weinjahr 2006/7 in Kraft.
Die Weine dürfen aus Traubensorten gekeltert werden, welche von den
zuständigen Stellen der jeweiligen Regionalregierung für die Herstellung
von Landweinen empfohlen werden.

Süd-England:
Nach den Champagnerproduzenten entdecken jetzt auch Erzeuger aus
Californien und Bordeaux den Süden Englands als möglichen künftigen
Standort zur Produktion von Premiumweinen.
So hat nach einem Bericht des Decanter Randall Grahm von Bonny Doon
in diesem Sommer geeignetes Land in der Grafschaft Hampshire exploriert.
Jetzt kündigt keine geringerer als Bernard Magrez, (Château Pape Clément)
an, er wolle für Weinbau geeignetes Land in Kent kaufen um dort künftige
Weissweine zu produzieren. Dafür suche er nach einem geeigneten Partner.
Magrez besitzt über 30 Weingüter in aller Welt so u.a. in Bordeaux, Languedoc,
Toro, Priorat, Kalifornien, Portugal, Argentinien, Uruguay und Marocco.
Durch den Klimawandel hat die nördliche Grenze des Edelweinbaus bereits Ende
der 1980er Jahre sich vom Südufer des Ärmelkanals in die Mitte Englands verlagert.
Praktisch der gesamte Süden des Vereinigten Königreiches ist heute klimatisch
für Qualitätsweinbau geeignet und nicht mehr länger nur für die Produktion von
Sektgrundweinen.
Damit ähnelt die Situation der des Hochmittelalters, als weite Flächen Südenglands
mit Reben bestockt waren.

Frankreich:
Das nationale französische Institut für Herkunftsbezeichnungen INAO hat vier neue
Appellationen für Weine zugelassen, darunter zwei völlig neue Herkunftsbezeichnungen
an der Loire.
Diese beiden AOCs, bekommen die Namen Orléans und Orléans-Cléry.
Während die Appellation Orléans sowohl weise und rote Weine als auch Roséweine
aus den Burgunder-Sorten Pinot Noir und Chardonnay produziert, ist in der Appellation
Orléans-Clery die Cabernet Franc die Hauptsorte.
Innerhalb der bestehenden AOC Coteaux du Layon wurde ein Distrikt abgegrenzt mit dem
Namen Chaume für die Produktion von Süssweinen aus der Sorte Chenin blanc.
Diese werden dort nach einer traditionellen Methode hergestellt und zwar aus Trauben,
die unter dem Einfluss der dort vorherrschenden starken Winde am Stock eingetrocknet sind.
Innerhalb der AOC Coteaux de Lanugeoc wurde ausserdem eine Denomination namens
Pézenas eingerichtet.

Deutschland:
Die Binger Getränkegruppe A. Racke GmbH + Co hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (1. 7)
im Inland kräftige Absatz- und Umsatzeinbrüche hinnehmen müssen, im internationalen Geschäft
konnte sie jedoch zweistellig wachsen insbesondere in Polen, Tschechien und den Niederlanden.
Im Ausland erzielte das Unternehmen einen Absatzzuwachs von 18 Prozent und einem
Umsatzplus von acht Prozent.
Im deutschen Heimatmarkt dagegen verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzrückgang
von funf Prozent bei einem gleichzeitigen Absatzrückgang von elf Prozent Die Gründe dafür
liegen zum einen in der Konzentration auf das Geschäft mit Markenweinen
wie Golden Kaan aus Südafrika und Espíritu de Chile sowie in der deutlichen Preisorientierung
der Verbraucher, sinkenden Realeinkommen sowie einer weiteren Verlagerung der Haushalts-
einkommen auf steigende Energiekosten.
Insgesamt musste Racke ein Umsatzrückgang von drei Prozent auf 133 Mio. Euro
(Vorjahr 137 Mio. Euro) bei gleichzeitigem Absatzrückgang von acht Prozent in Kauf nehmen.
Das habe aber der Werterhaltung der Marken gedient, heisst es in Bingen. In einem rückläufigen
Weinmarkt wollte Racke preisaggressiven Aktionen der Mitbewerber nicht immer folgen.

Australien:
Die australische Foster´s Gruppe will ihr Wein-Portfolio weiter globalisieren. Unter dem
traditionsreichen Markenname Lindemans, der bislang ausschliesslich australischen Weinen
vorbehalten war, werden künftig auch Weine aus Südafrika und Chile vermarktet werden.
Weltweit würden Verbraucher hauptsächlich nach dem Gesichtspunkt "value for money"
einkaufen und weniger nach dem Ursprung eines solchen Weins fragen.
Dies hätten Marktstudien des Unternehmen ergeben. Die Ankündigung ist allerdings
in Australien bereits auf Kritik gestossen.
Dadurch würden die Bemühungen der australischen Erzeuger unterminiert eine
nationale Dachmarke "Wine Australia" zu formen.
Auch wird dieses Vorhaben als bedrohlich für die eigenen Traubenbauern angesehen,
da sie damit in Konkurrenz zu überseeischen Mitbewerbern gebracht würden,
die zu niedrigeren Preisen liefern können.

 
12.09.2006

Deutschland: Baden-Württemberg Weinmosternte 2006

Über 2,7 Millionen Hektoliter in Baden-Württemberg
Günstige Voraussetzungen für charaktervolle Weine

"Durchweg positiv" lautet das Urteil der Weinbausachverständigen
des Statistischen Landesamtes zum Rebstand in Baden-Württemberg
Ende August/Anfang September. Und dabei verhießen der lange Winter
und ein Frühjahr, das keines war, zunächst nur wenig Gutes.

Die Hitzeperiode im Juli war dann wie Doping für die Reben.
Bevor es dann zuviel des Guten wurde, setzten die Niederschläge ein.
Mit dem Wasser wurden die jetzt im Boden gelösten Nährstoffe
über die Wurzeln aufgenommen und schließlich an die Beeren weitergeleitet.

Günstige Voraussetzungen also für charaktervolle, sortentypische Weine.
Entscheidend für die Güte des Jahrgangs werden erfahrungsgemäß
die letzten Wochen vor der Ernte sein. Abgesehen vom Witterungsverlauf
bis zur Hauptlese kommt dem Umfang der ertragsreduzierenden Maßnahmen
entscheidende Bedeutung zu. Diese werden zwischenzeitlich standardmäßig
im baden-württembergischen Qualitätsweinbau durchgeführt.

Sie werden auch bereits jetzt wieder von zahlreichen Winzer- (Weingärtner-)genossenschaften empfohlen.

Die ersten Mengenschätzungen des Statistischen Landesamtes signalisieren
zum Stand Ende August für das Anbaugebiet Baden einen möglichen Mostertrag
von rund 95 Hektoliter je Hektar (hl/ha) und für Württemberg von ca. 110 hl/ha,
bei allerdings ausgeprägten regionalen und sortenspezifischen Unterschieden.

Bei dem bisherigen Umfang der Ertragsrebfläche entspräche dies einer voraussichtlichen
Weinmosternte im Land von 2,7 bis 2,80 Millionen hl (1,22 Mill. hl Weiß- und
knapp 1,53 Mill. hl Rotmost). Im Vorjahr waren annähernd 2,51 Mill. hl Weinmost
(ohne Abstichverluste und Selbstbehalt der Erzeugerbetriebe), davon 971 000 hl
Weiß- und 1,54 Mill. hl Rotmost, geherbstet worden. Das langjährige Mittel 1996/2005
der Weinmosternte insgesamt im Land beläuft sich auf 2,46 Mill. hl, davon 1,14 Mill. hl
Weiß- und 1,33 Mill.hl Rotmost.
Von der diesjährigen Weinmosternte entfallen nach derzeitigem Stand voraussichtlich
1,50 Mill. hl auf das Anbaugebiet Baden sowie 1,25 Mill. hl auf Württemberg.


 
06.09.2006

Deutschland: 15% weniger Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2006

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes meldeten die
deutschen Amtsgerichte für das erste Halbjahr 2006 16 265
Unternehmensinsolvenzen, das waren 15,1% weniger als im ersten Halbjahr
2005. Damit setzte sich der seit dem vergangenen Jahr zu beobachtende
Trend rückläufiger Unternehmensinsolvenzen auch in diesem Zeitraum fort.
Dagegen haben die Verbraucherinsolvenzen im ersten Halbjahr 2006 um
41,5% auf 43 761 zugenommen. Zusammen mit den Insolvenzen von anderen
privaten Schuldnern und Nachlässen erhöhte sich die Gesamtzahl der
Insolvenzen in diesem Zeitraum um 16,0% auf 75 854 Fälle.

Die voraussichtlichen offenen Forderungen der Gläubiger beliefen sich im
ersten Halbjahr 2006 nach Angaben der Gerichte auf 16,9 Milliarden Euro
gegenüber 18,3 Milliarden Euro im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres.
Obwohl die Unternehmensinsolvenzen nur etwa ein Fünftel der
Insolvenzfälle ausmachten, entfielen auf sie rund 60% aller Forderungen.

Im Juni 2006 wurden 2 419 Insolvenzen von Unternehmen (- 29,8%) und
7 426 Insolvenzen von Verbrauchern (+ 29,5%) gemeldet. Insgesamt
registrierten die Gerichte in diesem Monat 12 426 Insolvenzen, 3,2% mehr
als im Juni 2005.


Quelle: Stat. Bundesamt


 
08.08.2006

Deutschland: Weinmarkt wächst im 1. Halbjahr 2006

Die deutschen Weinanbieter haben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
mit ihren Weinen im Absatz um 6,4 % zugelegt und eine Wertsteigerung
von 7,7 % erreicht. Der gesamte Weinmarkt ist über alle Herkünfte gesehen
ebenfalls um rund 1 % in der Menge und 2,4 % im Wert gewachsen.

Bezogen auf den Gesamtmarkt des Lebensmittelhandels,
der inklusive der Discounter etwa 70 % der privaten Haushaltseinkäufe abdeckt,
haben die deutschen Weine ihren Marktanteil sowohl in der Menge (37,6 %)
als auch im Wert (39,1 %) um rund zwei Prozentpunkte ausbauen können.

Absatzzuwächse konnten ebenfalls Weine aus Italien (9,9 %) und Spanien (21,2 %)
verbuchen, die dadurch Marktanteile von 16,1 % bzw. 6,2 % der eingekauften
Weinmengen erreichen. Frankreich wie auch die Anbieter aus Übersee haben
Absatzverluste hinnehmen müssen. Ihre Anteile im Lebensmittelhandel lagen
bei 13,9 % (- 1,9 %) bzw. 8,3 % (-0,7 %).

Die Verbrauchern bevorzugten im ersten Halbjahr des Jahres wieder etwas stärker
Weiß- und insbesondere Roséweine, die im Absatz deutlich um 17,3 %zulegen konnten.

Insgesamt wurden im Handel 53 % Rotwein, 37,8 % Weißwein und 9,2 % Roséwein eingekauft.

Quelle: DWI


Deutsche Weine in aller Welt
Erfolgreiches Exportmarketing für deutsche Weine
Im Rahmen seines internationalen Exportworkshops am 12. und 13. Juli 2006 beriet der Exportbeirat des Deutschen Weininstituts über die aktuelle Situation sowie die zukünftige Marketingstrategie in den wichtigsten Auslandsmärkten für deutsche Weine.
Danach wird das DWI im kommenden Jahr an seinen 12 bestehenden Auslandsbüros in Nordamerika, Europa und Asien festhalten. Über 70 % des Auslandsbudgets wird in die vier größten Exportmärkte Großbritannien, USA, Niederlande und Japan investiert.
Klar definierte Zielgruppen und Weinsegmente
Aus Budgetgründen wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, den Endverbraucher im Ausland durch klassische Werbung direkt anzusprechen. Dementsprechend ist es das oberste Ziel, die wichtige Gruppe der Meinungsbildner und Multiplikatoren aus Medien, Handel und Gastronomie für deutsche Weine zu gewinnen. Das DWI-Marketing konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Imagebildung und Absatzförderung im Spitzenwein- und Mittelpreissegment. "Mit den Topweinen wollen wir in erste Linie Image transportieren, während der Mengenumsatz im Mittelpreissegment verstärkt mit Weinen von guter bis gehobener Qualität weiter gefördert werden soll", erläutert Steffen Schindler, Bereichsleiter im DWI-Auslandsmarketing. In den absatzstarken ausländischen Supermärkten kommt es aufgrund der meist wenig über Wein informierten Kundenstruktur ganz besonders darauf an, mit ansprechender Optik, klaren Bezeichnungen und einem angemessenen Preis-Genuss-Verhältnis die Aufmerksamkeit auf den deutschen Wein zu lenken.
Die Riesling Renaissance nutzen
Die Leitrebsorte in der weltweiten Kommunikation wird auch im kommenden Jahr der Riesling sein. "In Anbetracht der momentanen Riesling-Euphorie und der Tatsache, dass über 60 % des weltweiten Rieslinganbaus in Deutschland stattfindet, ist es ein wesentliches strategische Ziel des DWI-Auslandsmarketings, weltweit deutschen Riesling in allen Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen als Maßstab zu etablieren, an dem sich andere Anbieter der Welt in Qualität und Preis messen lassen müssen", betont Steffen Schindler.
Dass diese Strategie erfolgversprechend ist, zeigt die USA, wo sie erstmals in den 90er Jahren Anwendung fand. Riesling ist zwischen New York und San Francisco heute eine der weißen Trendrebsorten mit hervorragenden Zuwachsraten. Im Windschatten dieses Erfolges steigt dort nun auch das Interesse an anderen Rebsorten. Insbesondere Pinot Grigio/Grauburgunder und Spätburgunder sind zurzeit in den USA stark im Kommen und eröffnen dem deutschen Weinmarketing neue Perspektiven.
Maßnahmen zur Image- und Absatzförderung
Nach dem großen Aufsehen, das die junge Winzergeneration im eigenen Land in den letzten Jahren erregt hat, werden mit dem Winzernachwuchs zunehmend auch im Ausland Aktivitäten durchgeführt.
"Generation Riesling" nennt das DWI die junge Garde an Spitzenwinzern mit denen das Image des deutschen Weinbaus weiter verjüngt und dynamisiert wird. Für die wichtigste Zielgruppe, die Medien, werden auch im kommenden Jahr wieder über 40 Informationsreisen in die deutschen Anbaugebiete durchgeführt. Themenschwerpunkte sind z.B. Wein & Wellness, Wein & Tourismus, Frauen & Wein oder Wein in der Gastronomie.
Darüber hinaus organisiert das DWI im kommenden Jahr Gemeinschaftsbeteiligungen für deutsche Aussteller, z.B. auf der weltweit größten Weinmesse Vinexpo in Bordeaux, betreut Besuchergruppen aus aller Welt im Umfeld der ProWein oder sorgt mit einem "Riesling-Room" auf der London International Wine & Spirits Fair für ein Schaufenster für deutsche Weine. Die erfolgreiche Serie von Weinpräsentationen mit bis zu 70 deutschen Ausstellern wird auch in 2007 mit dem Titel "Riesling & Co. Worldtour" Fachleute von San Francisco bis Tokio auf deutsche Weine aufmerksam machen.
Alle Aktionen werden begleitet von PR-Maßnahmen, Pressemeldungen und -konferenzen, sowie von Internetseiten zum deutschen Wein in den verschiedensten Sprachen.
Kontinuität zahlt sich aus
"Die Exportzuwächse der letzten Jahren bestätigen, dass sich die Konstanz unserer Auslandsstrategie der vergangenen Jahre bewährt hat. Sie hat - in Verbindung mit dem veränderten Weinangebot unserer Erzeuger - wesentlich dazu beigetragen, dass deutsche Weine wieder stärker nachgefragt werden und auf die Weinkarten der Topgastronomie in der Welt zurückgekehrt sind", bilanziert Steffen Schindler. Darüber hinaus freut er sich darüber, dass sich die unterschiedlichen Gruppierungen der deutschen Weinwirtschaft im Ausland zunehmend als eine Einheit mit gemeinsamen Zielen präsentieren.

Quelle: DWI

 
25.07.2006

WTO-Verhandlungen gescheitert

Dauha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels beerdigt

Die Dauha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels ist endgültig gescheitert.
Dies sagte EU-Handelskommissar Peter Mandelson, der die USA für den Scherbenhaufen verantwortlich machte.
Eine Agenda für eine Wiederaufnahme von Gesprächen existiere nicht.

Die im Jahr 2001 lancierte Dauha-Runde ist wenig überraschend nun endgültig gescheitert. Am Sonntagabend waren die Vertreter
der Europäischen Union, der USA, Indiens, Brasiliens, Japans und Australiens (G6) ohne Ergebnisse auseinander gegangen.

WTO-Chef Pascal Lamy, der zuvor schon mehrmals vor einem Scheitern der Gespräche gewarnt hatte, erklärte am Montag,
er wolle ein Aussetzen der Dauha-Runde beantragen. Deutlicher äusserte sich dann aber kurz darauf EU-Handelskommisar
Peter Mandelson. Die Gespräche seien definitiv gescheitert, und eine Agenda für neue Verhandlungen gebe es nicht,
sagte der EU-Vertreter am Montag in Genf.
EU macht USA verantwortlich

Die EU macht dafür die USA verantwortlich. «Alle haben sich bewegt, nur die USA nicht», sagte Mandelson. Die Gespräche sind
nun auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die USA seien nicht in der Lage gewesen, die Beweglichkeit zu zeigen, die in solchen
Handelsgesprächen notwendig gewesen wäre, sagte Mandelson. Er sei vom Scheitern äusserst enttäuscht.

Die Dauha-Runde hätte in erster Linie dazu gedient, ärmeren Entwicklungs- und Schwellenländern einen besseren Zugang zu
den internationalen Märkten zu schaffen. Da diese Länder aber hauptsächlich im Agrarsektor tätig sind, befürchteten die Bauern
in den Industriestaaten einen massiven Einkommensverlust. Hinzu kommen Divergenzen zwischen der EU und den USA sowie
zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern.

Immer mehr bilaterale Verträge

Anstelle eines einheitlichen Regelwerks bleiben die rund 190 existierenden Freihandelsabkommen für den Welthandel bindend.
Ein Sprecher der Deutschen Industrie- und Handelskammer hat denn auch das Scheitern der WTO-Gespräche bedauert.
Für die Wirtschaft wäre ein multilaterales Handelssystem wesentlich vorteilshafter als eine Unzahl von bilateralen Abkommen.